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Bärentod erschüttert Italiens Tierschützer

Mittwoch, 16. April 2008, 9:03 Uhr, Aktualisiert 11:21 Uhr

Aufruf zum Boykott Schweizer Produkte

Der Abschuss des Bären JJ3 im Bündnerland hat in italienischen Tier- und Umweltschutzkreisen scharfe Proteste ausgelöst. Die Tierschutzorganisation Associazione Animalisti Italiani rief zu einem Boykott von Schweizer Produkten und von Reisen in die Schweiz auf.

Schwarz-weiss-Bild des Braunbären JJ3.
Tierschutzorganisationen in Italien kritisieren die Tötung von JJ3. (keystone)

Die Organisation appellierte auch an die Nachbarländer der Schweiz, umgehend verbindliche Vereinbarungen über die grenzüberschreitende Behandlung von Tieren abzuschliessen.

Die Tierschutzvereinigung LAV erinnerte laut einer Meldung der Nachrichtenagentur Apcom daran, dass sie den Schweizer Botschafter in Rom erst kürzlich in einem Brief aufgefordert hatte, von drastischen Massnahmen gegen den Bären abzusehen.

Der Umweltschutzverband Legambiente verurteilte die Erschiessung von JJ3 als barbarischen Akt und kritisierte, dass die Schweiz und Italien die einzigen beiden Länder seien, die die Durchführungsprotokolle des Alpenschutzes noch nicht ratifiziert hätten. Die neue italienische Regierung müsse dies umgehend nachholen und danach dafür sorgen, dass internationaler Druck auf die Schweiz ausgeübt werde.

(ap/bosy)