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Bär JJ3 ist tot

Dienstag, 15. April 2008, 10:08 Uhr, Aktualisiert 16.04.2008, 11:11 Uhr

Risiko für Gesellschaft zu gross

Der Bär JJ3 ist am Montagabend im Raum Mittelbünden erschossen worden. Er hatte sich in den letzten Wochen seine Nahrung systematisch in Siedlungen gesucht. Andreas Moser, Biologe und Dokumentarfilmer SF, versteht den Entscheid der Behörden.

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Der Bündner Bär JJ3 ist tot

Trotz wiederholten Vergrämungsaktionen hat JJ3 überhaupt keine Scheu mehr gezeigt, wie das Bundesamt für Umwelt mitteilte. Zuvor war das Tier vom Problembären zum Risikobären erklärt worden. JJ3 sei damit zum Sicherheitsrisiko für Menschen geworden.

Braunbär JJ3 habe sich nicht von seinem Verhalten abbringen lassen. Die Verantwortlichen von Bund und Kanton Graubünden hätten deshalb entsprechend dem Konzept «Bär Schweiz» den Abschuss des Tieres beschlossen.

Der Entscheid sei nicht leichtfertig gefällt worden, sagte der Bündner Regierungsrat Stefan Engler gegenüber der Tagesschau. Das Risiko, dass JJ3 hätte Menschen gefährden können, habe nicht mehr eingegangen werden können.

«JJ3 wurde in verschiedenen Situationen massiv vergrämt», erklärt Reinhard Schnidrig, eidgenössischer Jagdinspektor, gegenüber der Tagesschau. «Der Bär hat leider sein Verhalten nicht verändert, so dass am Schluss die Hoffnung verloren ging, dass er noch umerziehbar ist.»

Das Amt für Jagd und Fischerei betrieb viel Aufwand, um dem ungebetenen Gast die Flausen auszutreiben. Als der Bär anfangs März sein Winterquartier verlassen hatte und sich im Albulatal, auf der Lenzerheide und in der Gegend um Savognin herumtrieb, blieben ihm Nacht für Nacht Wildhüter auf den Fersen.

JJ3 wurde mit Gummischrot und Knallpetarden empfangen, wo immer er sich besiedeltem Gebiet und dessen Abfallkübeln näherte und gestellt werden konnte. Ein Halsband mit Sender, das ihm im Herbst verpasst worden war, ermöglichte es, seine Wanderungen zu orten.

Doch hatten die Aktionen wenig Erfolg. Engler erklärte deshalb anfangs letzter Woche, die Vergrämungen würden nur noch kurze Zeit fortgesetzt. Ein Angebot des Berner Tierparks Dählhölzli, Meister Petz Asyl zu gewähren, lehnte er ab. Das Einsperren sei keine Option, sagte auch der Vorsteher des Amtes für Jagd und Fischerei.

Andreas Moser, Biologe und Dokumentarfilmer SF versteht den Entscheid der Behörden. Wichtig sei jetzt, dass der Herdenschutz bei den Schafen intensiviert und Bienenhäuser effizient mit Elektroinstallationen geschützt würden. «Man soll vorwärts machen mit der sicheren Abfallverwahrung an den Passstrassen. Ausserdem sollen wir uns Gedanken machen, wie viele Esswaren wir in den Abfall werfen», so Moser gegenüber der Tagesschau.

Auch Vendelin Coray, Tourismus-Verantwortlicher von Savognin/GR ist erleichtert: «Der Problembär entwickelte sich immer mehr zum Risikobären.» Das Risiko für die Bevölkerung und die Gäste sei zu gross geworden, so Coray gegenüber der Tagesschau.

Mit MJ4 lebt im Gebiet Engadin-Münstertal ein weiterer Bär im Kanton Graubünden, der sich bislang allerdings laut Willy Geiger, Vizedirektor vom Bundesamt für Umwelt, unauffällig verhält: «Ich sehe nicht ein, weshalb man mit einem solchen Bären nicht leben kann.» Man solle jedoch auch den Mut haben, Risikobären als Risikobären zu behandeln.

Der letzte Bär in Graubünden wurde im September 1904 bei Scuol im Unterengadin geschossen. Das Raubtier, eine Bärin, ist heute als Präparat im Bärenmuseum im Val S-Charl ausgestellt.

(ap/sda/bosl/widb)

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Jack

Verfasst am: 20.4.2008 16:29

jj3

Too bad, bears can't shoot back!!!!!

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Bärenfan

Verfasst am: 20.4.2008 11:56

na ja.....

Das sehe ich auch so, Sie haben recht.

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Annadora Seeberger-Cadonau

Verfasst am: 18.4.2008 21:57

Bärenjäger

Ich musste diesen Kommentar zwei Mal lesen. Für... mehr

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