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Im Zuge des Nationalen Forschungsprogramms 50 (NFP 50) wurden Anzahl, Konzentration und Beweglichkeit der Spermien sowie die Menge der Samenflüssigkeit getestet, wie die Sendung «Rendez-vous» von Schweizer Radio DRS und die SF-Sendung «10vor10» berichten.
Beunruhigende Resultate
Schon jetzt steht fest, dass die ersten Resultate Anlass zur Sorge geben: Die Sperma-Qualität der jungen Schweizer ist gemäss der Studie ähnlich wie in Ländern mit der höchsten Hodenkrebs-Rate. Die Forscher empfehlen darum, dass sich auch die Schweizer Gesundheitsbehörden dem Thema annehmen sollten.
Man müsse nicht alarmiert sein, in der Theorie reiche ja ein Sperma für die Befruchtung, aber man müsse dieses Phänomen weiter beobachten, und versuchen zu verstehen, was sich dahinter verbirge, sagten die Autoren der Studie gegenüber «10vor10».
Wenn die Tendenz aber weiter anhalte, müsse man sich aber Sorgen machen, sagten die Experten weiter.
Obwohl das NFP 50 Ende 2007 ausgelaufen ist, wird die Studie fortgesetzt. Bisher konnte nämlich nur das Sperma von 770 jungen Männern untersucht werden. Für aussagekräftige Daten sind aber 3000 Proben nötig.
Für die Studie werden Stellungspflichtige vor der Einberufung angeworben. Die Teilnahme ist freiwillig, anonym und erfolgt ausserhalb des militärischen Dienstbetriebs. Wer an der Studie teilnimmt, muss eine Urin-, eine Blut- sowie eine Spermaprobe abgeben. Zudem wird der Proband von einem Arzt urologisch untersucht.
Geringe Teilnahme - Freiwillige gesucht
Diese können Stellungspflichtige im Rahmen der Aushebung abgeben. Schon kurz nach der Lancierung der Studie im Sommer 2005 hatte sich aber gezeigt, dass nur rund 5 Prozent der Stellungspflichtigen bereit waren, ihr Sperma von den Forschern rund um den Lausanner Mediziner Marc Germond untersuchen zu lassen.
Die Forscher hatten mit einer Teilnahmerate von 10 Prozent gerechnet. Wegen der bisher dünnen Datenlage macht der Bericht noch keine Aussagen über die Gründe für die Sperma-Qualität. Noch offen ist insbesondere der Einfluss von hormonaktiven Stoffen.
Dazu braucht es nun weitere Proben und Angaben über Gesundheit, Lebensstil, Gewohnheiten oder genitalen Fehlbildungen von jungen Männern aus verschieden Regionen der Schweiz, wie es in dem Bericht heisst. Das Programm wird darum noch drei bis vier Jahre fortgesetzt.
(sda/stom)
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