Wirtschaft
Ex-Nationalbanker kritisiert Bonus-Systeme
Blattner von Milliardenabschreiber erschüttert
Zu den Milliarden-Abschreibern der Grossbanken haben nach Ansicht des ehemaligen SNB-Vizepräsidenten Niklaus Blattner deren Bonus-Systeme beigetragen.
Artikel bewerten
Artikel teilen
«Es wäre Zeit, dass für die Anreizsysteme bei den Banken Richtlinien formuliert werden», forderte Blattner in einem Interview mit der «SonntagsZeitung». Solche Richtlinien sollten von den Banken entwickelt werden. Dabei sei aber ein wachsames Auge der Behörden nötig: «Sonst wird die Selbstregulierung selbstgefällig.»
Nach dem jüngsten Abschreiber der UBS von 19 Milliarden Franken bleibe bei ihm eine «gewisse Erschütterung» zurück, sagte der ehemalige Notenbanker. Er sei einfach davon ausgegangen, dass die UBS wie die Credit Suisse ausgezeichnet geführte Grossbanken seien. «Jetzt muss ich sagen: Hier bin ich wieder einmal auf die Welt gekommen.»
Bei der UBS würden die Anreizsysteme und die Verträge der obersten Führungskräfte derzeit generell überprüft, sagte eine UBS-Sprecherin. In der Wochenendpresse herumgebotene Zahlen wollte sie aber nicht bestätigen; die Entschädigungen würden im März 2009 im Kompensationsbericht veröffentlicht.
Die Zeitung «Sonntag» schrieb über eine Entlöhnung des neuen UBS-Verwaltungsratspräsidenten Peter Kurer von maximal 8 bis 10 Millionen Franken gegenüber den Löhnen von bis zu 26 Millionen Franken seines Vorgängers Marcel Ospel. «Blick» und «Sonntagsblick» brachten derweil eine Abfindung von 22 Millionen Franken für den abtretenden Marcel Ospel ins Spiel.
Die Bezüge Ospels würden ebenfalls im nächsten Jahr im Geschäftsbericht nachzulesen sein, hiess es von Seiten der UBS. Neben den im Arbeitsvertrag festgelegten Leistungen soll es aber keine zusätzlichen Abgangsentschädigungen geben: Die Sprecherin verwies dabei auf die Kompensationsgrundsätze im diesjährigen Geschäftsbericht.
(sda/godc)
Meldungen im Tagesverlauf
- Weirather: «Podestplatz in Abfahrt war Überraschung»
- Die USA auf der Suche nach altem Glanz
- Napoli verliert im Cup, Lazio mit verrücktem Sieg
- Von Bergen verletzt und für Nati fraglich
- Bittere Rache an Exil-Syriern in der Schweiz
- USA: Startschuss zur «atomaren Renaissance»
- Barack Obama, der «Beschützer der Mittelschicht»
- Berlinale: Prominenz schlottert auf dem roten Teppich
- Das Aus für Spaniens «Tyrannenjäger»
- Kadetten-Kantersieg gegen desolates Sarajevo
- Tschagajew schimpft über Genfer Justiz – und isst wieder
- Wer seine Gesundheit als sehr gut einschätzt, lebt länger
- Machtkampf im Ferienparadies Malediven
- Sarkozy will AKW Fessenheim nicht abschalten
- Credit Suisse hat ein mageres Jahr hinter sich
- Berlinale-Eröffnung: Glamourös und politisch


Hart, härter, am härtesten – Kleine Schneebader in der Ukraine
«Costa Concordia»: Angst vor Umweltdesaster hält an
Verschneiter Ätna spuckt Lava
Das Aus für Spaniens «Tyrannenjäger»
Bittere Rache an Exil-Syriern in der Schweiz
USA: Startschuss zur «atomaren Renaissance»
Barack Obama, der «Beschützer der Mittelschicht»
Berlinale: Prominenz schlottert auf dem roten Teppich
Dutzende tote Vögel im Berner Jura
Tödlicher Unfall: Verfahren gegen Staatsanwältin
Bahnhofstrasse so teuer wie noch nie
Häufige Eisenbahn-Suizide von Schweizer Jugendlichen
Hersteller will Preis für Gripen senken
Transparenz bei Kampfjet-Beschaffung gefordert
US-Senator macht mit Steuergesetz Druck auf die Schweiz

















