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Positives Echo auf neuen UBS-Chef

Mittwoch, 2. April 2008, 0:26 Uhr, Aktualisiert 10:26 Uhr

Ratingagenturen stufen Bank aber ab

Der Rücktritt von UBS-Präsident Marcel Ospel ist angesichts des erneuten Milliardenabschreibers der Grossbank allgemein begrüsst worden. Auch die Nomination von Peter Kurer als Ospels Nachfolger stiess auf Zustimmung.

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Peter Kurer wird Ospels Nachfolger

Mit Kurer rücke ein langjähriger, erfahrener UBS-Mann nach, schrieb die Anlagestiftung Ethos. Seine Kandidatur sei zu begrüssen. «Wir sind zufrieden, dass Herr Ospel sich nicht mehr als Teil der Lösung des Problems sieht und die Konsequenzen zieht», sagte Ethos-Direktor Dominique Biedermann.

Kurer hat laut Eugen Haltiner, Präsident der Eidg. Bankenkommission (EBK), grosses unternehmerisches Flair. Die EBK-Verantwortlichen befürworteten den Rücktritt von Ospel. Die personelle Konsequenz aus der aktuellen Krise zu ziehen, bilde neues Vertrauen.

Mit seinem Rücktritt signalisiere Verwaltungsratspräsident Ospel, dass die «Abschreiber-Serie» zu Ende sei, erklärte der Banken-Experte Hans Geiger, Professor an der Universität Zürich.

Anklang fand Ospels Demission auch in der Politik. Dass Ospel nach den erneuten Abschreibern zurücktrete, sei richtig und nachvollziehbar, sagte FDP-Sprecher Christian Weber. CVP-Sprecherin Marianne Binder sieht mit dem Rücktritt Ospels das Vertrauen in die UBS wieder gestärkt.

Auch die weitere Kapitalaufstockung stiess auf ein mehrheitlich positives Echo. Für Ethos sind 15 Milliarden Franken allerdings ein absolutes Minimum. Es frage sich, ob die geplante Erhöhung ausreiche, um das Vertrauen der Kunden und Aktionäre zu bewahren, schrieb die Stiftung.

EBK-Direktor Daniel Zuberbühler begrüsste die Kapitalerhöhung der UBS. Gleichzeitig kündigte die EBK aber an, nach Ende der Krise die Zielgrösse für Eigenkapitalanforderungen der Grossbanken zu erhöhen.

Die Strategie, hohe Abschreibungen mit Kapitalaufstockungen in Milliardenhöhe zu kombinieren, sei ohne Zweifel richtig, sagte Martin Janssen, Professor am Institut für schweizerisches Bankwesen der Universität Zürich. Das schaffe Vertrauen.

Aus Sicht der Ratingagenturen Standard & Poor's, Moody's und Fitch hat die UBS nach den grossen Kapitalerhöhungen der letzten Monate aber strategische und finanzielle Flexibilität verloren.

Sie senkten ihre Berwertungen, bei Moody's verlor die UBS etwa ihr Triple-A-Rating für vorrangige Verbindlichkeiten und Einlagen.

Nach dem erneuten Milliarden-Abschreiber der UBS rechnet die öffentliche Hand mit grossen Steuerausfällen. Finanzminister Hans Rudolf Merz erwartet für das laufende und das nächste Jahr mit einem Steuerausfall von je bis zu einer Millarde Franken für den Bund.

Auch die Stadt und der Kanton Zürich rechnen mit geringeren Steuereinnahmen von der UBS: Allein die Stadt Zürich geht von Ausfällen von bis zu 200 Millionen Franken aus.

(sda/halp)

Kommentare aktiv...

JPS

Verfasst am: 2.4.2008 10:39

`Krisentunnel`

Die obigen Nachricht, scheint die gebeutelte UBS,... mehr

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Louise Wanner

Verfasst am: 2.4.2008 9:17

vergolderter Abschied ?

man fragt sich wieviel Millionen Bonus Ospel... mehr

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Christian

Verfasst am: 2.4.2008 7:19

Normalerweise...

wird ein Kapitän, der sein sinkendes Schiff... mehr

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