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«Sicher der Buhmann der Nation»

Dienstag, 1. April 2008, 19:22 Uhr, Aktualisiert 22:30 Uhr

Passanten über Ospel und die UBS

Haben Herr und Frau Schweizer nach dem Milliardenabschreiber noch Vertrauen in die UBS oder wollen sie ihr Geld anderen Banken anvertrauen? Wie denken sie über den Rücktritt von Marcel Ospel? Die Sendung «Kassensturz» hat an der Bahnhofstrasse in Zürich Passanten befragt.

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«Ich finde es tragisch, dass immer die kleinen Leute daran glauben müssen. Ospel hat jetzt zwar den Hut genommen, trotzdem werden solche Sachen immer auf den kleinen Leuten ausgetragen. Was da passiert ist tragisch für den Finanzplatz Schweiz», meint eine junge Frau.

Ein Mann mittleren Alters glaubt, dass Ospel jetzt sicher der «Buhmann der Nation» sei. «Das ist für die Bevölkerung natürlich kaum verständlich wie man ein Unternehmen führen und gleichzeitig einen solchen Verlust machen kann.» Er glaube, der Zeitpunkt für Marcel Ospels Rücktritt sei richtig. «Er hätte eigentlich schon früher weggehen sollen. Er ist sicher der Buhmann der Nation», äussert er sich gegenüber dem «Kassensturz».

Eine Frau mittleren Alters möchte einfach einmal abwarten. Die UBS-Kundin hat noch keine Panik, hat sich aber schon überlegt, ob sie die Bank wechseln soll. Im Moment wechsle sie aber noch nicht. «Wenn das alle tun, dann wird es nur schlimmer.»

Eine junge Frau hofft, dass dies hoffentlich der letzte Abschreiber gewesen ist. Sie hat erwartet, dass Ospel zurücktritt, dass die Aktie jedoch am morgen 10 Prozent im Plus gestanden hat, überraschte sie. Der UBS schenkt sie immer noch Vertrauen. «Auch andere Banken hatten Abschreiber und ich hoffe, dass irgendwann einmal ein Ende in Sicht ist.»

Eine Dame spricht das schlechte Management an. «Top down, von oben bis unten. Die unteren können nichts dafür, aber die Oberen sollen zur Verantwortung gezogen werden.»

(sf/kassensturz/bosy)