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Ospel sieht Auftrag zur Problemlösung erfüllt

Dienstag, 1. April 2008, 7:50 Uhr, Aktualisiert 22:08 Uhr

Kurer dank breiter Erfahrung geeigneter Nachfolger

UBS-Präsident Marcel Ospel begründet seinen Rückzug damit, dass er seinen Beitrag zur Problemlösung erfüllt habe. Im Interview mit der Tagesschau zeigte er sich überzeugt, dass das Problem mit dem amerikanischen Immobilienmarkt bewältigt werden konnte.

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Marcel Ospel im Interview

«Es ist bedauerlich, was geschehen ist, aber die UBS steht sehr gut da, sie hat sehr attraktive Geschäftsfelder, sie hat eine sehr starke Kapitalbasis, sie wird sich wieder erholen und wird dann wieder strahlen», kommentierte der scheidende UBS-Verwaltungsratspräsident Marcel Ospel den erneuten Milliardenabschreiber in der Tagesschau.

Bei den letzten Abschreibern hätte die UBS jedoch nicht mit dieser Aggressivität wertberichtigt wie in dieser Runde, sagte Ospel weiter.

Im Verlauf des ersten Quartals 2008 habe die UBS massiv Positionen verkaufen können. «Das ist an sich ein gutes Zeichen, dass der Markt wieder Liquidität findet, dass Käufer in den Markt treten. Das haben wir natürlich genutzt», äusserte sich der abtretende Verwaltungsratspräsident gegenüber der Tagesschau.

Es sei nicht schwierig gewesen, ein Bankensyndikat zur traktandierten Kapitalerhöhung zusammen zu rufen, welches die Garantien dafür übernimmt. Diese Häuser hätten sofort positive Signale gesendet.

Auf die Frage nach dem Warum des unverhofft schnellen Rücktritts antwortete Ospel: «Wir haben jetzt eine Reihe von Massnahmen beschlossen oder zum Teil bereits umgesetzt, zum Beispiel die Verstärkung der obersten Führungsgremien, die Kapitalmassnahmen, die Risikoreduktion und die Wertberichtigung der problembehafteten Portfolios.

«Ich habe damit meinen Beitrag zur Lösung erbracht und komme jetzt zurück auf meinen Entscheid vom Frühjahr 2007 und trete nicht mehr an im April an unserer GV», sagte Ospel in der Tagesschau.

Das Syndikat habe in der Rücktrittfrage keinen Druck ausgeübt und keine Rolle gespielt, so Ospel.

Seine Nachfolge, Peter Kurer, habe dank seiner Führungserfahrung, seiner Persönlichkeit, seinem Verständnis der internationalen Finanzmärkte und seinem Fachwissen schon einige Zeit auf dem Radar-Schirm gestanden.

(sda/stom/bosy)