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Mehr Eigenmittel von Grossbanken

Dienstag, 1. April 2008, 11:17 Uhr, Aktualisiert 12:18 Uhr

EBK will Systemrisiko einschränken

Die Eidgenössische Bankenkommission (EBK) will als Konsequenz aus der Finanzkrise mehr Eigenmittel von den beiden Schweizer Grossbanken UBS und Credit Suisse verlangen.

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Solange die beiden Institute im Investment Banking tätig seien, sei das Systemrisiko beträchtlich und müsse mit entsprechend radikalen Massnahmen eingeschränkt werden, sagte EBK-Direktor Daniel Zuberbühler in Bern.

Der Zusammenbruch eines solchen Bankgiganten hätte für die gesamte Volkswirtschaft des kleinen Herkunftlandes Schweiz und seinen bedeutenden Finanzplatz verheerende Folgen. Die beste Versicherung gegen das untragbare Risiko eines Grossbankenzusammenbruchs stelle eine weit über den internationalen Standards liegende Eigenmittelausstattung dar.

Die aktuelle Krise habe die Dimension möglicher Verluste im Investment Banking aufgezeigt und damit auch den Massstab für das von einer Grossbank künftig zu haltende Polster über dem regulatorischen Minimum geliefert.

Die UBS befindet sich im Urteil der Eidgenössischen Bankenkommission (EBK) auch nach dem jüngsten Absturz in einer stabilen Lage. Der Abgang von Marcel Ospel wurde von der EBK-Spitze am Dienstag ausdrücklich begrüsst. Prognosen für den weiteren Verlauf der Krise gaben die Bankenaufseher hingegen nicht ab.

Zuberbühler forderte, dass die beiden Grossbanken über die risikogewichteten Eigenmittelvorschriften hinaus eine relativ primitive, aber robuste Zielgrösse von x-Milliarden Franken an Eigenmitteln zusätzlich halten müssten. Im Moment sei dies aber noch Utopie, denn mitten in der Krise lasse sich dieser Plan nicht verwirklichen.

Zuberbühler räumte auch Versäumnisse der Aufsichtsbehörden bei der Finanzkrise ein. Er wies die Kritik an der für die Überwachung der beiden Grossbanken zuständigen EBK-Abteilung aber zurück. Das kleine Team mache einen guten Job, sagte der EBK-Direktor.

(ap/stom)