Inhalt

Chefjurist übernimmt UBS-Spitze

Dienstag, 1. April 2008, 9:16 Uhr, Aktualisiert 22:16 Uhr

Kurzporträt von Peter Kurer

Mit dem 59-jährigen Peter Kurer übernimmt ein Wirtschaftsanwalt die Nachfolge von Marcel Ospel als UBS-Präsident. Zu reden gab 2001 seine Rolle als UBS-Chefjurist beim Grounding der Swissair.

Videoplayer
Kurer vorgeschlagen

Kurer wurde am 28. Juni 1949 geboren, schloss sein Studium der Jurisprudenz an der Universität Zürich mit dem Doktortitel ab und erwarb das Zürcher Rechtsanwaltspatent.

Kurer arbeitete zuerst als juristischer Sekretär am Bezirksgericht Zürich. Es folgten der Erwerb eines Master of Law der University of Chicago sowie Tätigkeiten als Wirtschaftsanwalt bei den renommierten Kanzleien Baker & McKenzie und Homburger Rechtsanwälte in Zürich.

2001 wechselte Kurer von der Swissair zur Grossbank UBS als Chefjurist. Damals wurden Vorwürfe laut, er habe bei der UBS Insider-Wissen aus seiner Tätigkeit bei Swissair nutzen können. Kurer selbst betonte immer, er habe nur in die Verträge in Bezug auf die belgische Fluggesellschaft Sabena und das Fusionsprojekt Alcazar Einblick gehabt.

Rund ein Jahr später wurde Kurer zum Mitglied der UBS-Konzernleitung ernannt. Seine Ernennung zum Ospel-Nachfolger wurde von der UBS mit seiner langjährigen Erfahrung als Wirtschaftsanwalt und als Leiter einer grossen Rechtsabteilung und Compliance-Organisation begründet.

Seine umfassende Erfahrung sei in der heutigen Situation äusserst wertvoll, wird der Vorsitzende des Nominationsausschusses im UBS-Verwaltungsrat, Helmut Panke, zitiert.

(ap/stom)