International
US-Raketenzünder an falsche Adresse geschickt
Versehentliche Lieferung nach Taiwan
Das US-Militär hat nach offiziellen Angaben irrtümlich Raketenbauteile an Taiwan geliefert. Anstatt der bestellten Helikopterbatterien wurden vier Zünder für Atomraketen nach Taiwan gebracht.
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Das US-Verteidigungsministerium bezeichnete den Vorfall als «sehr beunruhigend», betonte aber, es habe sich nicht um Material zum Bau von Atomwaffen gehandelt.
Die Verwechslung habe sich bereits 2006 auf einem Stützpunkt im US-Bundesstaat Wyoming zugetragen, die Raketenbauteile seien inzwischen wieder in die USA zurückgebracht worden. Wie es zu der Verwechslung gekommen ist, sei noch nicht völlig geklärt, sagte der Vize-Staatssekretär.
Die Regierung Taiwans habe Washington letzte Woche informiert, nachdem die Komponenten in einem Lager entdeckt worden waren.
US-Verteidigungsminister Robert Gates ordnete nach Angaben seines Ministeriums eine Untersuchung an. US-Präsident George W. Bush sei über den Vorfall informiert worden, die Volksrepublik China ebenfalls.
Waffenlieferungen der USA an Taiwan sind ein ständiger Reibungspunkt zwischen Peking und Washington. China befindet sich mit Taiwan im Kriegszustand und bemüht sich derzeit, mit einer Modernisierung seines Militärs seinen technologischen Rückstand gegenüber den überwiegend aus den USA stammenden Waffen Taiwans aufzuholen.
(sda/reuters/hers)
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