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Widmer-Schlumpf im Nationalrat attackiert

Montag, 17. März 2008, 22:00 Uhr, Aktualisiert 22:22 Uhr

Fehler der Bundesrätin kritisiert

Die SVP führt ihre Attacken auf Justizministerin Eveline Widmer-Schlumpf nun auch im Nationalrat fort. In der Fragestunde attestierte der Thurgauer SVP-Nationalrat Alexander Baumann der Bundesrätin «mangelnde Kompetenz». Dies gab Applaus – allerdings für Eveline Widmer-Schlumpf.

Porträt von Widmer-Schlumpf
Bleibt unter Beschuss der SVP: Bundesrätin Evelyne Widmer-Schlumpf (keystone)

Baumann warf Widmer-Schlumpf vor, in der Fragestunde von vergangener Woche das Glücksspiel fälschlicherweise als Kantonskompetenz bezeichnet zu haben. Widmer-Schlumpf räumte ein, es habe sich um einen Versprecher gehandelt. Sie habe eigentlich «Geschicklichkeitsspiel» gemeint.

Alexander Baumann fragte darauf: «Denken Sie, wenn Sie nicht auf der Verräterschiene ins Amt gehievt worden wären, sondern den Weg über Hearings in den Fraktionen hätten nehmen müssen, dass Sie dann im Hinblick auf Ihre juristischen Qualitäten heute ebenfalls auf Ihrem Stuhl sitzen würden?»

Widmer Schlumpf entgegnete, dass er darauf wohl kaum eine Antwort erwarte und erntete dafür Applaus.

Die SVP hat Widmer-Schlumpf nach der Ausstrahlung eines Dokumentarfilms des Schweizer Fernsehens über die Abwahl Christoph Blochers vorgeworfen, entgegen ihrer Aussagen mit der Linken gemeinsame Sache gemacht zu haben.

(ap/meip)