Schweiz
Durchlässige Sperrzone für die EURO in Bern
Anwohner müssen kaum Kontrollen fürchten
Die Stadt Bern verzichtet darauf, an den drei Spieltagen der EURO 2008 spezielle Passierscheine für motorisierte Bewohner des Quartiers auszustellen, in dem sich das Stade de Suisse befindet. Sie setzt auf bestehende Ausweise.
Artikel bewerten
Artikel teilen
Um die Sperrzone rund ums Stadion befahren zu können, werden eine Anwohnerparkkarte, ein Fahrzeugausweis mit einer Adresse in der Sperrzone, eine Bestätigung des Arbeitgebers oder ähnliche Dokumente genügen. Das gaben Vertreter der Stadt Bern an einer Informationsveranstaltung im Nordquartier bekannt.
Angesichts von lediglich drei Spielen in Bern habe die Stadt versucht, mit Augenmass vorzugehen, sagte der städtische Verkehrsplaner vor Bewohnerinnen und Bewohnern des Nordquartiers.
Bereits früher hatte die Stadt Bern bekanntgegeben, dass an den Spieltagen Quartierbewohner, Gewerbetreibende und im Quartier Arbeitende das Nordquartier mit ihren Autos oder Motorrädern befahren dürfen.
Die Zufahrtsberechtigung zur Sperrzone wird die Polizei mit Hilfe von Freiwilligen an insgesamt neun Eingangspforten kontrollieren. Im nordwestlichen Teil der Sperrzone, zwischen Aare und der total gesperrten Fanachse Innenstadt-Stadion, wird es nur zwei Zufahrtstore geben.
Den südwestlichen Teil des «verkehrsberuhigten Perimeters», wie die Sperrzone offiziell heisst, kann via sieben Tore befahren werden. Die übrigen, kleineren Strassen, die in die Sperrzone führen, wird die Stadt Bern mit Gittern abgesperren.
Die Sperrzone gilt an den Spieltagen von 13 bis 2 Uhr morgens. Busse, Trams und Züge werden an diesen Tagen bis um 2 Uhr in der Früh gemäss dem normalen Fahrplan verkehren. Der BERNMOBIL-Bus Nr. 10 von Köniz nach Ostermundigen wird in dieser Zeit durch die untere Altstadt geführt.
Die Stadt Bern hat die Sperrzone auf Wunsch der Quartiervertretung im Vergleich zu früheren Plänen um einiges vergrössert. Die Uefa hat die Sperrzonen verlangt. Sie dienen auch der Sicherheit. Dank ihnen sollen die Blaulichtorganisationen im Notfall besser vorwärtskommen.
Die Informationsveranstaltung war gut besucht: Gegen 150 Personen nahmen daran teil. Im Frage- und Antwortteil wollte beispielsweise eine Coiffeuse wissen, ob ihre Kundschaft an den Spieltagen per Auto anreisen könne. Und eine Spitex-Frau sorgte sich um ihre Mobilität angesichts der nicht passierbaren Fanachse.
Die Vertreter der Stadt rieten der Coiffeuse, die Kunden möglichst nicht an den Spieltagen zu empfangen und sie notfalls zu bitten, ein Taxi zu nehmen. Taxis haben stets Zufahrt. Die Spitex- Frau wird auf Strassen am Rand der Sperrzone grössere Umwege fahren müssen.
In Basel und Zürich werden zehntausende von Stadionanwohnern eine Akkreditierung oder eine spezielle Bewilligung beantragen müssen, wenn sie mit dem Auto nach Hause oder zu ihrem Arbeitsplatz gelangen wollen. In Zürich gingen schon rund 2000 Gesuche ein.
(sda/fasc)
Meldungen im Tagesverlauf
- Weirather: «Podestplatz in Abfahrt war Überraschung»
- Die USA auf der Suche nach altem Glanz
- Napoli verliert im Cup, Lazio mit verrücktem Sieg
- Von Bergen verletzt und für Nati fraglich
- Bittere Rache an Exil-Syriern in der Schweiz
- USA: Startschuss zur «atomaren Renaissance»
- Barack Obama, der «Beschützer der Mittelschicht»
- Berlinale: Prominenz schlottert auf dem roten Teppich
- Das Aus für Spaniens «Tyrannenjäger»
- Kadetten-Kantersieg gegen desolates Sarajevo
- Tschagajew schimpft über Genfer Justiz – und isst wieder
- Wer seine Gesundheit als sehr gut einschätzt, lebt länger
- Machtkampf im Ferienparadies Malediven
- Sarkozy will AKW Fessenheim nicht abschalten
- Credit Suisse hat ein mageres Jahr hinter sich
- Berlinale-Eröffnung: Glamourös und politisch


Hart, härter, am härtesten – Kleine Schneebader in der Ukraine
«Costa Concordia»: Angst vor Umweltdesaster hält an
Verschneiter Ätna spuckt Lava
Das Aus für Spaniens «Tyrannenjäger»
Bittere Rache an Exil-Syriern in der Schweiz
USA: Startschuss zur «atomaren Renaissance»
Barack Obama, der «Beschützer der Mittelschicht»
Berlinale: Prominenz schlottert auf dem roten Teppich
Dutzende tote Vögel im Berner Jura
Tödlicher Unfall: Verfahren gegen Staatsanwältin
Bahnhofstrasse so teuer wie noch nie
Häufige Eisenbahn-Suizide von Schweizer Jugendlichen
Hersteller will Preis für Gripen senken
Transparenz bei Kampfjet-Beschaffung gefordert
US-Senator macht mit Steuergesetz Druck auf die Schweiz


















Martin
Verfasst am: 12.3.2008 8:42
Da kommt was auf uns zu
Das wäre ja noch bunter, wenn die Bürger... mehr
Zustimmen
Ablehnen
Heiklen Inhalt melden antworten
Heiklen Inhalt melden antworten