Schweiz
Atel plant neues AKW bei Gösgen
Konzern stützt die Energiepolitik des Bundesrates
Der Energiekonzern Atel setzt für den Bau eines neuen Atomkraftwerks (AKW) auf den Standort des bestehenden Kernkraftwerkes Gösgen (KKG) im solothurnischen Däniken. Ein Rahmenbewilligungsgesuch soll beim Bund noch in diesem Jahr eingereicht werden.
Wie Atel-Chef Giovanni Leonardi an der Bilanzmedienkonferenz 2007 in Olten sagte, wird für das Projekt eine Partnerschaft mit anderen Unternehmen angestrebt. Die Verhandlungen liefen.
Für Leonardi steht fest, dass beim geplanten AKW «kein Prototyp» gebaut werden soll. Es müsse ein technologisch «reifer Reaktor» sein. Kein Problem seien die Leitungskapazitäten am Standort Däniken. Das AKW Gösgen ist seit 1979 in Betrieb. Die Atel ist mit 40 Prozent grösster Aktionär.
Mit dem geplanten Grosskraftwerk will der Energiekonzern die für 2012 vorausgesagte Leistungslücke und den ab 2020 drohenden Dauerengpass bei der Stromversorgung in der Schweiz abwenden. Die Schweiz brauche zwei bis drei neue Kernkraftwerke, sagte Leonardi.
Die Stromlücke in der Schweiz werde zwischen 2025 und 2030 eine Grössenordnung von 25 Terrawattstunden (TWh) erreichen. Importe, Stromeinsparungen und den Zubau von erneuerbaren Energiequellen könnten diese Lücke nicht schliessen.
Die Kernenergie müsse Teil des künftigen schweizerischen Strommixes sein. Diese sei zusammen mit der Wasserkraft eine ideale Kombination. Auch Massnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz seien notwendig. Atel stütze die Energiepolitik des Bundesrates.
Das solothurnische Niederamt erfüllt gemäss Atel-Chef die Voraussetzungen für ein zweites AKW. Ein Werk müsse von der Bevölkerung und Behörden der Standortregion mitgetragen werden. Atel habe seit Jahrzehnten auf Wohlwollen und Verständnis zählen dürfen.
Atel werde nach dem Zusammenschluss mit dem Westschweizer Energieversorger Energie Ouest Suisse (EOS) einen Drittel der Schweiz mit Versorgungsenergie beliefern. Aus dem Zusammenschluss werde die neue führende, auf Europa ausgerichtete Schweizer Energiegruppe hervorgehen, sagte Leonardi.
Der neue Stromgigant soll ein westlicher Gegenpol zur Axpo-Gruppe werden. Axpo und die BKW wollen ebenfalls neue Atomkraftwerke bauen. Sie bevorzugen die bestehenden Standorte Beznau in Döttingen (AG) und in Mühleberg (BE).
Im Geschäftsjahr 2007 steigerte Atel den Umsatz und Gewinn markant. Wie die Gruppe bereits im Februar mitgeteilt hatte, kletterte der Gewinn bei vergleichbaren Vorjahreswerten um 28,8 Prozent auf 778 Mio. Franken.
Der Umsatz wuchs um 18,7 Prozent auf 13,5 Mrd. Franken. Die beiden Geschäftssegmente Energie und Energieservice hätten zum «sehr erfolgreichen» Jahresabschluss beigetragen.
Der Energieabsatz stieg 2007 um 11,4 Prozent auf rund 129 TWh. Bei gleichzeitig höheren Strompreisen in den relevanten Märkten konnte der Umsatz dieses Segmentes um 18,4 Prozent auf 11,5 Mrd. Fr. gesteigert werden. Dazu trugen gemäss Atel der Handel und Vertrieb in allen europäischen Märkten bei.
(sda/widb)
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pit
Verfasst am: 13.3.2008 22:13
gösgen sicher nicht
rene, du hast mir zu denken gegeben. aber wo... mehr
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Blu Blu
Verfasst am: 13.3.2008 11:34
Gewinne selbst einzustreichen?
Die Meisten grossen Stromproduzenten gehören in... mehr
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Rene, St. Gallen
Verfasst am: 13.3.2008 11:15
schon vergessen ?
Ein Störfall wie Tschernobyl würde die Schweiz... mehr
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