International
Obama gewinnt auch in Mississippi
Clinton bleibt Hoffung auf Pennsylvania
Der demokratische Präsidentschaftsbewerber Barack Obama hat die Vorwahl in Mississippi gewonnen. Wegen des hohen Bevölkerungsanteils der Schwarzen wurde ein klarer Sieg des dunkelhäutigen Senators aus Illinois erwartet.
Nach Auszählung von 25 Prozent der Wahlkreise kam Obama auf 54 Prozent, seine Konkurrentin Hillary Clinton auf 43 Prozent der Stimmen.
In Mississippi stimmten 90 Prozent der Schwarzen, aber nur ein Drittel der weissen Wähler für Obama. Clinton hatte sich in Mississippi wenig Hoffnung auf einen Erfolg gemacht. Sie blieb bereits bei früheren Vorwahlen in den Südstaaten der USA ohne Sieg. Die New Yorker Senatorin setzt auf die nächste Vorwahl in Pennsylvania, die aber erst am 22. April stattfindet.
In Mississippi ging es um 33 Delegiertenstimmen für den Nominierungsparteitag im August, in Pennsylvania werden 158 Delegierte bestimmt. Obama hoffte, nach seinem Sieg bei den Parteiversammlungen am Samstag in Wyoming mit einem deutlichen Erfolg in Mississippi die Verluste wieder ausgleichen zu können, die er durch die Niederlagen in Ohio, Rhode Island und Texas erlitten hatte.
Ersten Berechnungen zufolge gewann Obama mindestens sechs weitere Delegierte hinzu, 27 waren noch zu vergeben. Bislang hat Obama nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AP 1585 Delegierte auf seiner Seite, bei Clinton sind es 1473. Für die Kandidatur bei der Präsidentenwahl am 4. November sind mindestens 2025 Stimmen erforderlich.
Bei den Demokraten ist es aber inzwischen fraglich, ob in den Vorwahlen bereits eine Entscheidung fällt. Derzeit scheint es eher unwahrscheinlich, dass einer der Kandidaten die notwendige Mehrheit zusammenbekommt. Dann geben die 800 sogenannten Superdelegierten, zumeist gewählte Parteifunktionäre und Mandatsträger, den Ausschlag, wer als Präsidentschaftskandidat ins Rennen geht.
In der Republikanischen Partei steht John McCain bereits als Kandidat fest.
(ap/fasc)



