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Schweizer sind Sprachtalente

Montag, 3. März 2008, 13:41 Uhr, Aktualisiert 20:42 Uhr

Europaweit an dritter Stelle

Die Schweizer Bevölkerung beherrscht im Durchschnitt zwei Fremdsprachen. Damit steht sie europaweit an dritter Stelle hinter Luxemburg und den Niederlanden. In der Deutschschweiz und im Tessin ist die Fremdsprachenkompetenz grösser als in der Romandie.

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Hohe Sprachkompetenz

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Deutschschweizer und Tessiner sprechen im Durchschnitt 2,2 Fremdsprachen, die Westschweizer im Durchschnitt 1,7. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Nationalen Forschungsprogramms NFP 56 «Sprachenvielfalt und Sprachkompetenz in der Schweiz», wie der Nationalfonds mitteilte.

Erwartungsgemäss beherrscht die Bevölkerung die jeweils andere Landessprache am besten: In der Deutschschweiz rangiert Französisch von 71% der Befragen genannt - vor Englisch (67%). In der Westschweiz liegen Hoch- und Schweizerdeutsch (47%) vor Englisch (43%), im Tessin Französisch (74%) vor Deutsch (65%) und Englisch (42%).

Bei der Frage nach der nützlichsten Fremdsprache steht hingegen das Englisch klar an der Spitze. In der Deutschschweiz nannten 92% der Befragten Englisch als nützlichste Fremdsprache, in der Romandie waren es 88% und im Tessin 77%.

Englisch gilt zudem als die prestigeträchtigste Sprache - vor Französisch, Deutsch und Spanisch. Anlass zur Sorge gibt laut den Sprachforschern der Status des Italienischen. Dessen Wertschätzung ist selbst im Tessin gering: Nur 6% der dortigen Bevölkerung bezeichnen ihre Muttersprache als prestigeträchtigste Sprache.

Bemerkenswert ist laut Studie die Motivation, die für das Erlernen einer Sprache genannt wird: für 53 Prozent der Befragten war es die eigene Zufriedenheit, 50 Prozent wollen sich in den Ferien im Ausland besser verständigen können und 39 Prozent möchten Menschen aus anderen Kulturen besser verstehen.

35 Prozent nannten den Beruf als Motivation, eine Fremdsprache zu beherrschen, 34 Prozent möchten Menschen aus anderen Ländern kennenlernen. Prägend für das Erlernen der ersten Fremdsprache ist für die Mehrheit der Befragten aber die Schule.

Im Europavergleich sind die Schweizer tatsächlich Sprachtalente: besser schneiden nur die Luxemburger mit drei und die Niederländer mit 2,2 Fremdsprachen ab. Zum Vergleich: der EU-Durchschnitt lag bei 1,14 Sprachen - diese Zahl war jedoch noch vor der Osterweiterung ermittelt worden.

Für die Schweizer Sprachkompetenzen-Studie befragte das Forscherteam um den Berner Universitäts-Professor Iwar Werlen 600 Personen in der Deutschschweiz, 400 in der Romandie und 200 im Tessin.

(sda/stom)

Kommentare aktiv...

Stefan Gilgen

Verfasst am: 3.3.2008 22:54

Wunschdenken

Nehmen wir mal den ganzen Rest des gesunden... mehr

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Martin

Verfasst am: 3.3.2008 20:35

...

.. und indem man heute in der Schule Englisch... mehr

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Martin

Verfasst am: 3.3.2008 20:21

Das weiss ich schon...

... in der Praxis ist es aber so, dass doch... mehr

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