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Erneuter Fall von katastrophaler Tierhaltung

Freitag, 29. Februar 2008, 14:40 Uhr, Aktualisiert 17:18 Uhr

Behörden beschlagnahmen 50 Nutztiere

Die Berner Behörden haben am Mittwoch auf einem Bauernhof im Oberaargau über 50 Nutztiere in prekärem Zustand angetroffen und sie beschlagnahmt. Es ist der vierte Fall von Tiervernachlässigung innerhalb eines Monats.

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Die auf dem Oberaargauer Bauernhof gehaltenen Kühe, Rinder, Kälber, Hühner, der Hund und die Katzen waren sehr schmutzig und schlecht untergebracht, teilten die Berner Behörden am Freitag mit. Die Beschlagnahmung erfolgte, weil der Besitzer gesundheitlich angeschlagen ist.

«Da ist eine Tragik dahinter, die Eltern verstarben vor kurzem, der Vater 2003, die Mutter 2005. Seither war der 32jährige Mann allein. Deshalb ist es wohl soweit gekommen», sagt Fritz Siegrist, Gemeindepräsident und selber Bauer gegenüber Schweiz aktuell.

Die Serie von Meldungen über katastrophale Tierhaltung im Kanton Bern begann am 24. Januar, als bekannt wurde, dass die Berner Behörden im Seeland auf 78 stark vernachlässigte Kälber, Rinder und Kühe gestossen waren. Eine Kuh musste gleich eingeschläfert werden.

Erst im Februar wurde bekannt, dass die Berner Polizei Mitte Januar bei Thun auf 14 vernachlässigte Tiere gestossen war. Zwei Kühe wurden notgeschlachtet. Auch in Signau im Emmental stiess die Polizei Anfang Februar auf katastrophale Zustände.

Der bernische Kantonstierarzt Christian Huggler sagte nach Bekanntwerden des dritten Falls, die fehlbaren Bauern seien meist mit der eigenen Lebenssituation überfordert. Aus reiner Freude am Quälen liessen die Landwirte die Tiere nicht verkommen. Es bestünden Hilfsangebote, doch würden sie nicht genutzt.

(sda/sper)

Kommentare aktiv...

Kohler

Verfasst am: 1.3.2008 13:46

Tierquälerei

Selbstverständlich wurde der Fall mehrere Male... mehr

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Bätz

Verfasst am: 1.3.2008 0:31

Wenn Ihnen "ein Fall"

von Tiervernachlässigung oder gar Tierquälerei... mehr

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Kohler

Verfasst am: 29.2.2008 19:19

Falsche Fakten

Hier sind falsche Fakten im Umlauf. Wir kennen... mehr

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