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Samen-Bunker auf Spitzbergen

Dienstag, 26. Februar 2008, 16:23 Uhr, Aktualisiert 21:07 Uhr

Zukunftssicherung gegen Katastrophen

Die weltgrösste Saatgutbank ist auf der Polarinsel Spitzbergen offiziell eröffnet worden. In den tiefgekühlten Kammern sollen künftig Samen aus aller Welt zur Zukunftssicherung gegen Katastrophen lagern.

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Saatgutbank eröffnet

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Zur Eröffnung des riesigen Pflanzentresors in einem Berg nahe der Stadt Longyearbyen trug Norwegens Ministerpräsident Jens Stoltenberg Samen von Nutzpflanzen in die dauerhaft auf minus 19 Grad gekühlten Lagerhallen.

Dort sollen sie für die nächsten 1000 Jahre sicher liegen, wo ihnen Sintfluten, der globale Klimawandel oder Pflanzenseuchen nichts anhaben können. «Die globale Samenbank Spitzbergen ist unsere Versicherungspolice», sagte der Ministerpräsident. «Sie ist die Arche Noah, um die Biodiversität für kommende Generationen zu sichern.»

Karotten, Weizen, Sonnenblumen oder Kokospalmen - alle Samen werden sich mit der Zeit in dem Bunker in der Arktisregion wiederfinden.

EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso zeigte sich ebenfalls begeistert: «Das ist ein gefrorener Garten Eden». Die Stollen, in denen die Samen gelagert werden sollen, reichen gut 120 Meter tief in die Erde.

Im Inneren der Anlage sorgen Kühlanlagen für kontinuierliche Minus 18 Grad. Karge blau-orange Metallregale warten in drei Betonschächten, die jeweils etwa 10 mal 27 Meter gross sind, auf die kleinen Alubehälter, die dort Jahrhunderte liegen sollen.

Die ersten 600 Behälter mit elf Tonnen des biologischen Weltkulturerbes sind schon auf Spitzbergen angekommen: 20 Samenbanken aus aller Welt haben sie geschickt. Spitzbergen ist gewissermassen die Super-Samenbank, sie dient als sicheres Backup für die weltweit 1400 Samenbanken.

Die bunkerähnliche Anlage, nur rund 1000 Kilometer vom Nordpol entfernt, liegt auf dem norwegischen Archipel Svalbard (Spitzbergen) und soll sowohl schweren Erdbeben als auch einem möglichen direkten Atomschlag standhalten.

Norwegen ist formell der Eigentümer der Einrichtung und hat in nur einem Jahr Bauzeit rund neun Millionen Dollar (sechs Millionen Euro) investiert. Stoltenberg betonte, es gehe bei dem Projekt nicht nur um den Schutz von Pflanzensamen, sondern um die Bewahrung der Grundpfeiler der menschlichen Zivilisation.

(ap/sda/bosy)

Kommentare aktiv...

Alexa

Verfasst am: 28.2.2008 8:21

wirklich toll!

Ja Alex, Du hast etwas vergessen. Weil der... mehr

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olga

Verfasst am: 28.2.2008 0:13

hoffentlich

kann nach einem atomkrieg noch irgend ein... mehr

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Alex

Verfasst am: 27.2.2008 13:03

Toll!

Toll! Dann können wir ja mit unserem tollen... mehr

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