Schweiz
Knappes Ja zur Unternehmenssteuer-Reform
Kampfjet-Initiative am Ständemehr gescheitert
Die Schweizer Stimmberechtigten haben die Unternehmenssteuerreform hauchdünn angenommen und die Kampfjetlärm-Initiative wuchtig verworfen. Die Steuerreform ging mit 50,5 % Ja knapp an einem Debakel vorbei, während sich klare 68,1 % gegen den Schutz der Tourismusregionen vor Kampfjetlärm aussprachen.
- 06.02.08: Abstimmung vom 24. Februar 2008
- 05.02.08: Unternehmenssteuer-Reformgesetz II
- 05.02.08: Gegen Kampfjetlärm in Tourismusgebieten
- Eine Vorlage, verschiedene «Lesarten»
- Eine Vorlage, verschiedene «Lesarten»
- Eine Vorlage, verschiedene «Lesarten»
- 25.02.08: Presse erstaunt über Abstimmungsausgang
- 25.02.08: Presse erstaunt über Abstimmungsausgang
- 25.02.08: Presse schliesst Folgen nicht aus
Artikel bewerten
Artikel teilen
Die Stimmbeteiligung lag mit 38,2 % unter dem Durchschnitt. Im Falle der Unternehmenssteuerreform blieb der Ausgang bis zuletzt offen. Das knappe Nein im Kanton Bern vermochte das leicht positive Gesamtresultat aber nicht mehr zu kippen.
Die Vorlage passierte mit 938'658 Ja gegen 918'985 Nein, das heisst mit einem Vorsprung von weniger als 20'000 Stimmen. Nur hauchdünn scheiterte damit das Referendum der Linken, die von einem verfassungswidrigen «Steuergeschenk für Grossaktionäre» sprach und auch vor Ausfällen für die AHV warnte.
Die erwartete Niederlage erlitt die Volksinitiative «Gegen Kampfjetlärm in Tourismusgebieten». Der Absturz war mit 601'034 Ja gegen 1'281'962 Nein sogar deutlicher als bei anderen armeekritischen Vorlagen und fiel flächendeckend aus. Kein einziger Kanton sagte Ja.
Bei der Regierungsrats-Ersatzwahl im Kanton Nidwalden hat weder der SVP-Kandidat Ueli Amstad noch Heinz Keller von der CVP das absolute Mehr erreicht.
Im Kanton Thurgau zieht eine Frau in die Regierung ein. Die 35-jährige Monika Knill (SVP) ersetzt den zurücktretenden Baudirektor Hans-Peter Ruprecht.
Ebenfalls ein SVP-Sitz war im Regierungsrat des Kantons Bern zu besetzen - jener von Werner Luginbühl, der in den Ständerat gewählt worden ist. Bei schwacher Beteiligung wurde der einzige Kandidat, Christoph Neuhaus, gewählt.
In zwölf Kantonen stimmte das Volk über insgesamt zwanzig Vorlagen ab. In Genfer Restaurants und Bars sowie der Verwaltung darf künftig nicht mehr geraucht werden. In mehreren Kantonen kamen zudem diverse Kredite zur Abstimmung. In Uri wurde die SVP-Initiative «für massvolle Abstimmungsinformation statt Behördenpropaganda» abgelehnt.
Das Aargauer Volk stimmte dem Wahlgesetz für das Kantonsparlament klar zu. In Graubünden wird der Grosse Rat nicht verkleinert. Im Kanton Obwalden wurde eine Lohnerhöhung für die Regierung abgelehnt und im Kanton Zürich wurde das neue Polizeigesetz deutlich angenommen.
Auf kommunaler Ebene wurde unter anderem über den Neubau von drei Sportstadien entschieden. Die Stimmberechtigten sprachen sich dabei für zwei neue Fussballarenen in Aurau und Luzern sowie ein Eishockeystadion in Zug aus.
Detaillierte Resultate finden Sie auf der Abstimmungsseite.
(sf/sda/schj/widb/wenn)
Meldungen im Tagesverlauf
- New Jersey Devils stehen im Stanley-Cup-Final
- (All-) tagstauglich: ISS fängt privaten Raumfrachter
- «Massaker» in Syrien: UNO-Beobachter untätig?
- Kahlschlag im Urwaldschutz: Brasiliens Präsidentin greift ein
- Zweitwohnungs-Arbeitsgruppe in der Kritik
- Barcelona gewinnt Copa del Rey
- Blerim Dzemaili fällt für die Testspiele aus
- «Arena»: «Selbst Initianten wissen nicht, was alles Staatsverträge sind»
- DFB-Bundesgericht weist Hertha-Einspruch ab
- Bankia und Katalonien am Bettelstab
- Russland mit Remis gegen Uruguay
- VatiLeaks: Kammerdiener des Papstes in Haft, Vatikanbankchef geht
- Grenchner Schenkkreismord: Lebenslänglich für alle Angeklagten
- Berlusconi fordert Direktwahl des Präsidenten
- Deutscher Bundesrat berät über Steuerabkommen am 15. Juni
- Widmer-Schlumpf verteidigt in Wien Steuerabkommen


«Arena»: «Selbst Initianten wissen nicht, was alles Staatsverträge sind»
Schweizer sind am liebsten allein
Dragovic entschuldigt sich bei Maurer – diesmal richtig
VatiLeaks: Kammerdiener des Papstes in Haft, Vatikanbankchef geht
(All-) tagstauglich: ISS fängt privaten Raumfrachter
«Massaker» in Syrien: UNO-Beobachter untätig?
Kahlschlag im Urwaldschutz: Brasiliens Präsidentin greift ein
Umfrage: Linksbündnis Syriza überholt Konservative
Soldatentransporte: Rega entlastet
Schweizer Sonnenflieger schneller als geplant in Madrid
Griechisches Parlament aufgelöst
Atomausstieg – Bund plant 800 grosse Windkraftanlagen
Deutscher Bundesrat berät über Steuerabkommen am 15. Juni
10 Jahre Personenfreizügigkeit: Kein übermässiger Lohndruck


















