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International

Musharraf will Sessel nicht räumen

Mittwoch, 20. Februar 2008, 14:22 Uhr, Aktualisiert 20:55 Uhr

Opposition dürfte Zweidrittel-Mehrheit verfehlen

Der pakistanische Staatspräsident Pervez Musharraf hat nach dem erdrutschartigen Sieg der Opposition bei der Parlamentswahl einen Rücktritt abgelehnt. Sein Sprecher erklärte, der Präsident wolle bis zum Ende seiner Amtszeit 2012 im Amt bleiben.

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Musharraf will nicht zurücktreten

«Die Menschen haben keinen neuen Präsidenten gewählt, sagte der Sprecher. «Sie haben an der Wahl eines neuen Parlaments teilgenommen.» Musharraf wolle mit der neuen Regierung zusammenarbeiten.

Im Parlament hat die Opposition zwar genügend Mandate gewonnen, um eine Regierung bilden zu können. Die Zwei-Drittel-Mehrheit, die erforderlich ist, um ein Amtsenthebungsverfahren gegen Musharraf einzuleiten, dürfte sie aber knapp verfehlen.

Der ehemalige Ministerpräsidenten Nawaz Sharif ist dabei nach Angaben eines Sprechers bereit, mit seiner Pakistanischen Muslimliga (PML-N), die zweitstärkste Kraft wurde, die Pakistanische Volkspartei (PPP) der ermordeten Oppositionsführerin Benazir Bhutto bei der Regierungsbildung zu unterstützten. Sharif wollte dazu mit Asif Ali Zardari zusammenarbeiten, dem Witwer Bhuttos und Führer der PPP. Musharrafs Partei PML-Q landete klar abgeschlagen auf Platz drei.

US-Präsident George W. Bush bezeichnete die Wahl in Pakistan als fair. Den Sieg der Oppositionsparteien nannte er «einen Sieg des pakistanischen Volkes». Er hoffe, dass auch die neue Regierung ein Freund der USA und ein Verbündeter im Kampf gegen die muslimischen Extremisten sein werde.

(ap)