Vermischtes
Wer mit dem Feuer spielt...
Bundesgericht spricht Feuerlauf-Organisatorin frei
Wer an einem Feuerlaufseminar teilnimmt und sich dabei die Füsse verbrennt, ist selber schuld. Das Bundesgericht verweist auf die Selbstgefährdung und hat die Organisatorin eines Feuerlaufseminars vom Vorwurf der fahrlässigen schweren Körperverletzung freigesprochen.
Artikel bewerten
Artikel teilen
Eine Unihockey-Damenmannschaft hatte im August 2003 an einem Feuerlaufseminar teilgenommen. Nachmittags wurden die Teilnehmerinnen über die Risiken des Feuerlaufs, über ihre Eigenverantwortung und über den von ihnen unterzeichneten Haftungsausschluss aufgeklärt.
Gegen Abend entfachten sie das Feuer. Nach verschiedenen Vorbereitungsübungen gaben die Seminarleiterinnen das Feuer kurz vor Mitternacht frei. Bereits die erste Teilnehmerin, die über das rund vier Meter lange Glutbeet lief, zog sich Verbrennungen zweiten Grades an den Fusssohlen zu. Auch andere Feuerläuferinnen verbrannten sich die Füsse.
Die St. Galler Justiz hatte die beiden Organisatorinnen des Feuerlaufs wegen fahrlässiger schwerer Körperverletzung zu einer fünftägigen Gefängnisstrafe und einer Busse von 1000 Franken verurteilt.
Zudem wurden sie verpflichtet, der schwer verletzten Feuerläuferin eine Genugtuung von 1000 Franken zu bezahlen. Eine der beiden Organisatorinnen akzeptierte diesen Schuldspruch nicht und rief das Bundesgericht an.
Die Lausanner Richter haben die Feuerlauf-Organisatorin nun von Schuld und Strafe freigesprochen. «Das Risiko, sich beim Lauf über das Glutbeet die Fusssohlen verbrennen zu können, war offensichtlich und ohne weiteres überschaubar», meint das Bundesgericht.
Und weil die Teilnehmerin des Feuerlaufs über die Risiken eingehend aufgeklärt worden war und sich freiwillig einer Selbstgefährdung aussetzte, könne die Organisatorin des Feuerlaufs nicht bestraft werden, zumal sich diese bei der Durchführung des Feuerlaufs Holzmischung und Feuertemperatur keinerlei Fehlverhalten habe zu Schulden kommen lassen.
(sda/ap/hues)
Meldungen im Tagesverlauf
- Fernando Gonzalez hört im März auf
- Die Geheimnisse der Xenia Tchoumitcheva
- Berlinale-Eröffnung: Glamourös und politisch
- Verschneiter Ätna spuckt Lava
- Griechen einigen sich mit IWF und EU auf Sparplan
- Verfahren gegen Sarkozy-Vertrauten Woerth
- Neue Hoffnung für Grosssägerei in Domat/Ems
- Affäre Hainard: Schlüsselperson freigesprochen
- Der Kälte trotzen
- Shaqiri: «Wollte unbedingt zu einem Topverein»
- 11 Jahre Berufsverbot für Star-Ermittler Garzón
- EZB hält Leitzins im Euroraum auf Rekordtief
- Playoff: Lausanne wählt Lions
- Aus für «Dr. House»: Die TV-Serie wird eingestellt
- «Costa Concordia»: Angst vor Umweltdesaster hält an
- Machtkampf im Ferienparadies Malediven


Neue Banknoten kommen frühestens 2013
«Costa Concordia»: Angst vor Umweltdesaster hält an
11 Jahre Berufsverbot für Star-Ermittler Garzón
Zu Fuss aufs Empire State Building – in 10 Minuten
Verschneiter Ätna spuckt Lava
Griechen einigen sich mit IWF und EU auf Sparplan
Verfahren gegen Sarkozy-Vertrauten Woerth
Einigung über Megafusion zwischen Glencore und Xstrata
Bis heute Mittag: Ultimatum der Kreditgeber an Athen
3D-Drucker erstellt Objekte auf Knopfdruck
UNO erwägt gemeinsame Beobachtermission mit Arabern in Syrien
Hersteller will Preis für Gripen senken
AKW Mühleberg notfallmässig abgeschaltet
Häufige Eisenbahn-Suizide von Schweizer Jugendlichen
US-Senator macht mit Steuergesetz Druck auf die Schweiz





















