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International

Vorbereitung für Verbot von Streumunition

Montag, 18. Februar 2008, 3:52 Uhr, Aktualisiert 07:33 Uhr

Abschlussverhandlungen im Mai

Delegierte aus mehr als 120 Staaten sind in Neuseeland zusammengekommen, um letzte Vorbereitungen für ein internationales Verbot von Streubomben zu treffen. An der Konferenz in der Hauptstadt Wellington sind 41 der 76 Staaten beteiligt, deren Streitkräfte Streumunition lagern.

Eine Person zeigt (nur Zeigefinger ersichtlich) auf eine Streubombe.
Opfer sind häufig Kinder, die sich wegen Form und Farbe für die Sprengsätze interessieren. (reuters)

Wichtige Produzenten dieser Waffen wie die USA, Russland, China und Pakistan haben aber lediglich Beobachter geschickt.

«Wir wollen diejenige Streumunition verbieten, die inakzeptable Schäden in der Zivilbevölkerung anrichtet», sagte der neuseeländische Konferenzleiter. Der Prozess für ein Verbot dieser Waffen wurde vor einem Jahr in Oslo gestartet. Zu den Initiatoren gehörten neben Norwegen auch Österreich, Irland, Neuseeland, Mexiko und der Vatikan.

Die Vorbereitungskonferenz in Wellington verfolgt das Ziel, die zu verbietende Munition präzise zu definieren. Die Abschlussverhandlungen der Diplomaten sollen dann im Mai in Irland stattfinden.

Der neuseeländische Abrüstungsminister Phil Goff sagte, der letzte Ansporn für die Bemühungen um ein Verbot der Streubomben sei 2006 vom Einsatz dieser Waffen im Krieg Israels gegen die libanesische Hisbollah-Miliz ausgegangen. Nach dem Verbot der Landminen sei die «Streumunition die gefährlichste Waffen, die wir heute haben», sagte Goff.

Bei der Streumunition handelt es sich um Pakete mit mehreren hundert oder tausend einzelnen Sprengsätzen, die über dem Boden explodieren. Die Explosionswirkung erfasst etwa eine Fläche von der Grösse eines Fussballfeldes ab. Allerdings explodieren meist 10 bis 40 Prozent der Sprengsätze nicht sofort und stellen danach eine tödliche Gefahr dar.

Bei der kleinsten Berührung können sie explodieren. Opfer sind häufig Kinder, die sich wegen Form und Farbe für die Sprengsätze interessieren. Streumunition wurde auch im Irak, im Kosovo-Krieg und in Afghanistan eingesetzt.

(ap/bosl)

Kommentare aktiv...

JPS

Verfasst am: 18.2.2008 9:51

Fantasiereich vs. Fantasielos

Ist da einer auf einer Hühnerfarm beim... mehr

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