International
100 Tote bei Explosion in Kandahar
Anschlag während Hundekampf verübt
Bei einem der blutigsten Selbstmordanschläge in Afghanistan seit dem Sturz der Taliban vor sechs Jahren hat ein Attentäter bei einem Hundekampf in der Stadt Kandahar mindestens 100 Menschen mit in den Tod gerissen.
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Zu dem in Afghanistan äusserst populären Hundekampf-Spektakel hatten sich auf einem Feld am Rande Kandahars mehr als 300 Menschen versammelt, darunter mehrere Führer afghanischer Milizen.
Augenzeugen berichteten, Leibwächter eines Milizführers hätten nach der vom Selbstmordattentäter ausgelösten Explosion in die Menge geschossen. Wali Karsai, ein Bruder des afghanischen Präsidenten Hamid Karsai, sagte, Ziel des Angriffes sei ein Milizführer namens Abdul Hakim Dschan gewesen. Dschan sei unter den Toten.
Der Anschlag in der einstigen Taliban-Hochburg ist einer der tödlichsten seit dem Sturz der radikalislamischen Gruppe Ende 2001. Der bisher folgenschwerste erfolgte im vergangenen November in Baghlan. Nach dem Angriff eines Selbstmordattentäters schossen Leibwächter von Politikern um sich. Insgesamt wurden 70 Menschen, darunter sechs Parlamentsabgeordnete sowie 58 Lehrer und Schüler, getötet.
(sda/stom)
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