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International

Neue Wahlrunde in Tschechien

Freitag, 15. Februar 2008, 11:45 Uhr, Aktualisiert 13:49 Uhr

Parlament entscheidet über neuen Staatspräsidenten

Die Präsidentenwahl in Tschechien hat sich wieder auf einen Zweikampf zwischen Amtsinhaber Vaclav Klaus und Herausforderer Jan Svejnar reduziert. Die dritte Bewerberin, die EU-Abgeordnete Jana Bobosikova, zog ihre Kandidatur zurück.

Klaus und Svejnar stehen beisammen.
Klaus (links) werden die besten Chancen eingeräumt. Der politische Neuling Svejnar wird kaum für eine Überraschung sorgen können. (reuters)

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Der Rückzug geschah noch vor der erneuten Abstimmung. Bobosikova wolle damit die Chancen von Svejnar stärken, sagte sie zur Begründung.

Klarer Favorit bei der Wahl des Staatspräsidenten bleibt Klaus: Ihm hatte im dritten Durchgang der ersten Wahlrunde nur eine Stimme zur Wiederwahl gefehlt. Der wirtschaftskonservative Klaus ist seit 2003 im Amt. Svejnar konnte bisher einen Achtungserfolg erzielen.

Das komplizierte tschechische Wahlrecht sieht bis zu drei Wahlrunden vor. Dabei stellen sich die drei Kandidaten zunächst vor und beantworten dann Fragen der Abgeordneten. In den letzen Tagen war bekannt geworden, dass auf einige Delegierte starker Druck ausgeübt wurde.

Es war von Bestechungsversuchen, anonymen Anrufen und sogar von mit Munition gefüllten Briefumschlägen die Rede. In Meinungsumfragen sprach sich eine deutliche Mehrheit der Tschechen dafür aus, ihr Staatsoberhaupt künftig direkt zu wählen.

(sda/hesa)