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Splitter-Bomben an PC-9 im Tschad

Freitag, 8. Februar 2008, 21:26 Uhr, Aktualisiert 09.02.2008, 12:39 Uhr

Politiker fordern restriktivere Export-Politik

Im afrikanischen Tschad herrscht Bürgerkrieg. Bekannt ist, dass die Luftwaffe von Tschad Pilatus-Trainings-Flugzeuge aus der Schweiz hat. Neue Fotos zeigen nun aber, dass die tschadische Luftwaffe den Schweizer PC-9 mit verheerenden Bomben bewaffnet.

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Splitterbomben an Pilatus-Flugzeug in Tschad

Eine Aufnahme zeigt den PC-9, bestückt mit 250-Kilo-Splitter-Bomben, auf einem zweiten Foto – drei Stunden später - ist das Flugzeug ohne Bomben zurück auf dem Flugfeld. Die Bilder sind Ende Januar 2008 im Osten Tschads aufgenommen worden, wie Recherchen von «10vor10» ergaben.

Das Staatssekretariat für Wirtschaft Seco hatte vor eineinhalb Jahren die Pilatus-Lieferung in das Bürgerkriegsgebiet bewilligt mit der Auflage, Tschad dürfe das Flugzeug nicht bewaffnen. Das Seco und auch die Firma Pilatus wollten zu den Fotos gegenüber «10vor10» keine Stellung nehmen.

Der Tessiner FDP-Ständerat Dick Marty, Präsident der aussenpolitischen Kommission APK, sagte gegenüber «10vor10»: «Ich glaube, wir haben zuviel Vertrauen in die tschadische Regierung gehabt. Wir müssen noch rigoroser werden – auch wenn nur Verdachtsmomente da sind, müssen wir auf diese Geschäfte verzichten.»

Der Präsident der nationalrätlichen APK, der Grüne Geri Müller, will an der APK-Sitzung vom nächsten Montag Bundesrätin Doris Leuthard, Vorsteherin des Volkswirtschaftsdepartements, mit den Fotos konfrontieren.

Bei den heftigen Kämpfen zwischen der tschadischen Armee und den Rebellen kamen in den letzten Tagen über hundert Menschen ums Leben, mehrere hundert wurden verletzt, zehntausende sind auf der Flucht.

(sf/sidd)

Kommentare aktiv...

ferretti

Verfasst am: 9.2.2008 16:28

P2-PC9

wenn man 10 Jahre in Afrika lebte, sind diese... mehr

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JPS

Verfasst am: 9.2.2008 14:32

Weisse Flecken

Der Verkauf der Flugz. musste schon von Anfang an... mehr

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Eleonora

Verfasst am: 9.2.2008 12:31

Schande

Vermutlich sind es ja nicht nur die Pilatus Werke... mehr

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