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Wegen des schlechten Wetters konnten jedoch viele Millionen Wanderarbeiter nicht in ihre Heimatdörfer reisen, um das wichtigste Fest des Jahres - wie traditionell üblich - mit ihren Familien zu begehen.
In Peking starb mindestens ein Mensch an einer Verletzung durch einen Feuerwerkskörper, den er selbst gezündet hatte, wie die Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Mindestens 75 weitere Menschen seien verletzt worden.
Ratten auf Lampions und Postern
Farbexplosionen erhellten den Himmel über Peking und anderen Städten, dazu schlugen Trommler ihre Rhythmen, und das Bild der Ratte schmückte Lampions, Poster und Glücksbringer aller Art.
Seit Jahrhunderten begehen die Chinesen das Neujahrsfest mit viel Feuerwerk, Knallern und Raketen, um böse Geister zu verjagen - und jedes Mal sind Tote und Verletzte zu beklagen. Traditionell fahren sie zu diesem Termin, der sich nach unserem Kalender jährlich ändert, in ihre Heimatstädte und -dörfer und lösen in dem mit 1,3 Milliarden Menschen bevölkerungsreichsten Land der Welt alljährlich eine der grössten Reisewellen weltweit aus.
Wetter- und Verkehrschaos
Neujahr wird mindestens eine Woche lang gefeiert und ist nicht nur das wichtigste Ereignis im chinesischen Kalender, sondern auch Haupturlaubszeit. Viele der geschätzten 200 Millionen Wanderarbeiter sehen ihre Angehörigen nur dieses eine Mal im Jahr.
Wegen des Wetter- und Verkehrschaos der vergangenen Wochen mussten jedoch viele Millionen von ihnen auf einen Besuch zu Hause verzichten. Allein in der südlichen Provinz Guangdong und in Shanghai an der Ostküste sassen laut Xinhua mehr als 14 Millionen Menschen fest.
Mittlerweile waren die Verkehrsverbindungen weitgehend wiederhergestellt, und auch die Stromversorgung funktionierte in den meisten Gebieten wieder. Xinhua ging trotzdem davon aus, dass Hunderttausende Neujahr in Kälte in Dunkelheit verbringen mussten.
Party in Vietnam und Südkorea
Das Neujahrsfest wird auch in anderen asiatischen Ländern zu diesem Zeitpunkt nach dem Mondkalender begangen, unter anderem in Vietnam und Südkorea, wo sich ebenfalls Millionen von Menschen auf den Weg zu ihren Familien machten.
Andere Länder wie Thailand und Kambodscha begrüssen das neue Jahr später, begehen das chinesische Neujahrsfest aber - genau wie den im Westen gefeierten 1. Januar - zusätzlich als Feiertag.
Da Menschen, die im Jahr der Ratte geboren werden, als schlau, phantasievoll und charmant gelten, könnte es in China im Olympia-Jahr 2008 auch einen Baby-Boom geben. Das Jahr der Ratte löst das Jahr des Schweins ab.
(sda/afp/halp)
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