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UNO und Weltbank in Frage gestellt

Freitag, 25. Januar 2008, 15:21 Uhr, Aktualisiert 26.01.2008, 8:28 Uhr

Gordon Brown fordert am WEF neue Institutionen

Der britische Premierminister Gordon Brown fordert eine Reform der Vereinten Nationen UNO, des Internationalen Währungsfonds IWF und der Weltbank. Diese internationalen Organisationen drohten ansonsten irrelevant zu werden, sagte er am WEF. Unter grosser Aufmerksamkeit der Medien reiste die jordanische Königin Rania in die Schweiz.

Brown und Königin Rania, beide stehend, unterhalten sich vor blauem Hintergrund.
Brown unterhält sich mit Königin Rania von Jordanien. (reuters)

«Wir haben Institutionen, die in den 1940er-Jahren geschaffen wurden wie Internationaler Währungsfonds (IWF), Weltbank und UNO», sagte Brown. Die seien für 50 Staaten und abgeschlossene Volkswirtschaften konstruiert worden.

Diese Institutionen seien für die damaligen Probleme geschaffen und könnten mit den jetzigen Problemen nicht mehr umgehen, wie beispielsweise nichtstaatlichem Terrorismus oder der Globalisierung. Die UNO komme mit Konfliktstaaten wie Somalia, Bosnien- Herzegowina oder Ruanda nicht zurecht. «Wir brauchen eine zivile und militärische Notorganisation, die eingreifen kann», sagte Brown. Es brauche nicht nur Friedenstruppen, sondern auch Ärzte und Anwälte für den Wiederaufbau.

«Dann können wir solche Konflikte wie in Ruanda verhindern», sagte Brown: «Wenn wir das nicht tun, dann werden sich solche Konflikte wieder ereignen.»

Der IWF müsse ein Frühwarnsystem für Krisen entwickeln. Und im Umweltbereich sei ein internationaler CO2-Markt nötig. Zudem brauche es einen Markt für Länder, die alternative Energie entwickelten.

Wenn im nächsten Jahr die Weltbank nicht Umweltaspekte aufgreife, dann «haben wir ein Problem, denn die ärmsten Länder leiden am meisten unter dem Klimawandel.»

Brown appellierte, vorwärts zu machen bei den Milleniums-Entwicklungszielen. Wenn diese bis 2015 nicht realisiert würden, seien sie auf lange Zeit gestorben.

Die Erreichung der Ziele könnten Regierungen alleine aber nicht schaffen. Dazu seien Partnerschaften der Staaten mit den Unternehmen nötig. Diese könnten sehr erfolgreich sein: Ein Drittel der Schulplätze in Afrika werde nicht mehr von Regierungen zur Verfügung gestellt.

Bei der sozialen Verantwortung der Unternehmen gehe es um die Humanisierung der Globalisierung, sagte die unter grosser Aufmerksamkeit der Medien angereiste jordanische Königin Rania. In den letzten zwei Jahrzehnten sei es vor allem um Gewinnmaximierung gegangen. «Die Menschen gingen dabei vergessen.»

Jetzt ändere sich langsam etwas. Unternehmen engagierten sich für etwas, das sie mit ihrem Geschäft unter einen Hut bringen könnten. So würden IT-Unternehmen nicht einfach in Bildung investieren, sondern in Ausrüstung von Schulen mit Computern. «In letzten Jahrzehnten haben wir gelernt, dass es Regierungen nicht alleine schaffen können», sagte Rania: «Einzelsektoren-Interventionen sind nicht erfolgreich.»

Allerdings gehe es nicht darum, dass «die Unternehmen jetzt hier in Davos eine neue Initiative unterschreiben und eine neue Organisation gründen würden», sagte Pepsico-Chefin Indra Nooyi. Denn es gebe schon zuviel davon.

So würden beispielsweise in Afrika 15 Organisationen an einem Problem arbeiten. Unternehmen hassten das, denn sie wollten effizient sein, sagte die Pepsico-Chefin: «Wir können nicht mit 15 verschiedenen Partnern und Gesetzgebungen arbeiten. Wir wollen einen Ansprechpartner», forderte Nooyi. Nur so könnten die Milleniums-Entwicklungsziele erreicht werden «Und dann: Ärmel hochkrempeln und arbeiten!», ermahnte sie die Wirtschaftskapitäne in Davos.

(sda/fasc)

Kommentare aktiv...

naja

Verfasst am: 27.1.2008 0:01

es wird viel getan

nur nichts vernünftiges und nachhaltiges!

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jänei

Verfasst am: 26.1.2008 23:58

wenn du

mit solchen ansichten vor die wef-leute treten... mehr

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JPS

Verfasst am: 26.1.2008 21:21

Worte versus Taten

Wir müssen schon froh sein, dass überhaupt am... mehr

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