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Gesprächsmarathon für Couchepin

Donnerstag, 24. Januar 2008, 17:49 Uhr, Aktualisiert 21:38 Uhr

WEF erwartet weitere Bundesrats-Mitglieder

Den zweiten Tag des Weltwirtschaftforums (WEF) in Davos hat Bundespräsident Pascal Couchepin für zahlreiche Gespräche genutzt. Bundesrätin Doris Leuthard nahm am Panel zum liberalisierten Welthandel teil.

Der französischen Premier Francois Fillon mit Bundespräsident Pascal Couchepin.
Francois Fillon nahm mit Pascal Couchepin das Mittagessen ein. (reuters)

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Dicht drängten sich die Gesprächstermine von Bundespräsident Couchepin in Davos: Nach Treffen mit dem aserbaidschanischen Präsidenten Illham Aliyev, dem ungarischen Ministerpräsidenten Ferenc Gyurcsany, dem chinesischen Vizepremier Zeng Peiyan und der philippinischen Präsidentin Gloria Arroyo nahm Couchepin zusammen mit dem französischen Premier Francois Fillon das Mittagessen ein.

Mit Aliyev sei insbesondere die Energie-Politik und dessen Wunsch nach Export von Gas und Öl nach Europa thematisiert worden, sagte der Sprecher von Couchepin. Aliyev habe Couchepin nach Aserbaidschan eingeladen.

Reformen und die Situation mit den Nachbarländern von Ungarn wurden mit Gyurcsany angesprochen. Peiyan dankte der Schweiz für die gute Zusammenarbeit - insbesondere bei den Olympischen Spielen.

Der chinesische Vize drückte laut dem Sprecher von Couchepin seine Besorgnis zur Situation mit Taiwan und Tibet aus. Der Bundespräsident habe sich dabei für die Autonomie und kulturelle Eigenständigkeit von Tibet als Teil von China ausgesprochen.

Beim Mittagsgespräch schnitten Couchepin und Fillon diverse Themen an: Die Zusammenarbeit bei der ESA, die Reformen in der französischen Forschung, den Bücherpreis sowie die Situation bei Tele 5 Monde.

Derweil nahm Volkswirtschaftsministerin Doris Leuthard an der Panel-Diskussion «Potenzial und Grenzen der Liberalisierung des Welthandels» teil, das von der US-schweizerischen Wirtschaftskommission organisiert wurde.

Neben Leuthard brachte die US-Handelsbeauftragte Susan Schwab die Position ihrer Regierung ein. Unter anderem sagte Schwab, bei den Agrargütern müssten harte Entscheide getroffen werden. Das gelte auch für die Schweiz.

Beim Gespräch, das neben der Doha-Runde auch Handelsabkommen und die Beseitigung von non-tarifarischen Handelshemmnissen thematisierte, brachten ABB-Chef Fred Kindle und DuPont-Vorsitzender Charles O.Holliday die Position der Wirtschaft ein.

Die Panel-Teilnehmenden sprachen auch zu grenzüberschreitenden Investitionen, wie das Eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement (EVD) mitteilte.

Am Freitag sollen weitere Bundesratsmitglieder nach Davos reisen: Aussenministerin Micheline Calmy-Rey, Umweltminister Moritz Leuenberger und Finanzminister Hans-Rudolf Merz werden erwartet.

(sda/widb)