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Polizist schützt Moritz Leuenberger

Mittwoch, 23. Januar 2008, 17:57 Uhr, Aktualisiert 20:31 Uhr

Wirbel um hilfsbereiten Zürcher Stadtpolizisten

Die Zürcher Polizeidirektorin Esther Maurer (SP) hat in einer Kolumne für Wirbel gesorgt : Sie lobte darin einen Polizisten, der «einem Bundesrat» eine Parkbusse ersparte. Recherchen von «Schweiz aktuell» zeigen: Es handelt sich dabei ausgerechnet um Verkehrsminister Moritz Leuenberger.

Bild von Leuenberger
Verkehrsminister Moritz Leuenberger wollte «nur schnell ein Buch holen». (reuters)

Von einer «wunderschönen Geschichte über Demokratie, Rechtsgleichheit und Respekt gegenüber den Landesvätern» schrieb Esther Maurer im «Tagblatt der Stadt Zürich». Und damit meinte sie das Handeln eines Zürcher Stadtpolizisten. Dieser beobachtete einen Bundesrat, der sein Auto parkierte, ohne die Parkuhr zu füttern. Statt den Magistraten zu büssen, bezahlte der Polizist die Parkgebühr.

Die Kolumne der Stadträtin löste einigen Wirbel aus. Viele stören sich an der Privilegierung des Bundesrates, andere finden, ein Landesvater gehöre nicht so hart angefasst wie ein Normalbürger.

Inzwischen steht fest, dass es sich beim fehlbaren Bundesrat um SP-Mann Moritz Leuenberger handelt. Allerdings liegt der Sachverhalt etwas anders als von Esther Maurer dargestellt, wie der Verkehrsminister auf seinem Blog schreibt.

Ein Zivilist, der sich erst später als Polizist herausgestellt habe, habe für ihn die Parkuhr gefüttert. Er habe ohnehin nur schnell ein Buch holen wollen. Und sowieso: «Ich werde als Automobilist keineswegs geschont. Ich habe nämlich in Zürich schon etliche Bussen bezahlt», schreibt Bundesrat Leuenberger.

(sf/stom)