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Schlechte Noten für Areva und Glencore

Mittwoch, 23. Januar 2008, 18:44 Uhr, Aktualisiert 19:27 Uhr

Public Eye Awards in Davos vergeben

Die Organisation «Public Eye on Davos» hat am Eröffnungstag des Weltwirtschaftsforums (WEF) Preise an die aus ihrer Sicht verantwortungslosesten Unternehmen vergeben: den Zuger Rohstoffriesen Glencore und den französischen Atommulti Areva.

Hinweisschild auf das «Public Eye on Davos».
Das «Public Eye on Davos» prangert zwei Konzerne an. (swiss-image)

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Areva erhielt zudem den neugeschaffenen Publikums-Schmähpreis «Public Eye People's Award», der per Internet-Abstimmung ermittelt wurde. Der «Public Eye Positive Award» ging an den deutschen Ökotextilversand Hess Natur für ein gemeinsam mit Helvetas durchgeführtes Biobaumwoll-Projekt in Burkina Faso.

Nichtstaatliche Organisatoren (NGO) aus aller Welt hatten dieses Jahr zum vierten Mal rund 40 in- und ausländische Konzerne für die «Public Eye Awards» nominiert. Eröffnet wurde die Award-Zeremonie von Susan George, Attac-Mitbegründerin und globalisierungskritische Publizistin.

Die beiden mit dem Negativ-Preis ausgezeichneten Konzerne Areva und Glencore stünden exemplarisch für all jene WEF-Mitglieder und Grossunternehmen, deren soziales und ökologisches Verhalten die Schattenseiten einer auf Profit ausgerichteten Globalisierung aufzeigten, erklärten die Organisatoren der WEF-Gegenveranstaltung «Public Eye on Davos», Erklärung von Bern (EvB) und Pro Natura.

Den «Public Eye Global Award» kassierte der staatliche französische Nuklearkonzern Areva S.A. für seinen Uran-Abbau im Norden des westafrikanischen Landes Niger. Minenarbeiter würden nicht über Gesundheitsrisiken informiert, und Analysen zeigten Kontaminationen von Luft, Wasser und Boden.

Diese Situation sei skandalös, erklärten die EvB und Pro Natura. Eine Betroffenenorganisation sprach von verdächtigen Todesfällen unter den Areva-Arbeitern, verursacht durch radioaktiven Staub und verseuchtes Grundwasser.

Die Zuger Rohstoffgruppe Glencore gewann den «Public Eye Swiss Award» für die in seinen kolumbianischen Kohleminen verursachten Umweltverschmutzungen und Gesundheitsschäden. Zudem verhalte sich das umsatzstärkste Schweizer Unternehmen gewerkschaftsfeindlich, heisst es in der Begründung der Preisverleiher.

(sda/horm)

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Rolf

Verfasst am: 24.1.2008 1:52

Krebs statt AIDS

Wieso wird hier um den heissen Brei herum... mehr

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