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Kultur

29. Max Ophüls Preis geht an André Erkau

Sonntag, 20. Januar 2008, 17:33 Uhr, Aktualisiert 17:35 Uhr

Filmfestival in Saarbrücken

Der Regisseur André Erkau hat für seinen Film «Selbstgespräche» den 29. Max Ophüls Preis in Saarbrücken gewonnen. Das Filmfestival Max Ophüls Preis ist der erste grössere Wettbewerb des Jahres. Es gilt in Expertenkreisen als eines der wichtigsten Foren für den deutschsprachigen Nachwuchsfilm.

Der 39-jährige Erkau erhielt den Hauptpreis am Samstagabend. Er verfolge mit zärtlicher Ironie gescheiterte Existenzen, die sich nicht unterkriegen lassen wollen, begründete die Jury ihren Entscheid. In Erkaus Ensemble-Film «Selbstgespräche» wird ein Call-Center zum Mikrokosmos der Gesellschaft, deren Sprachlosigkeit im Zeitalter der totalen Vernetzung immer offenkundiger wird.

Das Drama «Hello Goodbye» von Stefan Jäger erhielt einen Nebenpreis für den sorgsamen Umgang mit einem schwierigen Thema. «Dem Schweizer Filmteam gelingt, das Thema Sterbehilfe überzeugend aufzuarbeiten, ohne auch nur einen Moment moralisierend oder voyeuristisch zu sein», heisst es in der Begründung der Jury. Der Interfilmpreis ist mit 2000 Euro (3200 Franken) dotiert.

Die deutsch-schweizerische Koproduktion «Nur ein Sommer», eine Komödie mit Stefan Gubser, holte sich den mit 4000 Euro dotierten DEFA-Förderpreis, wie die Promotionsgesellschaft SWISS FILMS mitteilte.

«Nur ein Sommer» erzählt von einer Ostdeutschen auf einer Schweizer Alp und soll im Frühling in die Kinos kommen.

An dem Wettbewerb in Saarbrücken wurden Preise in der Höhe von insgesamt 80'000 Euro (130'000 Franken) vergeben.

(sda/schde)