Schweiz
Chronologie der Mehrwersteuer-Reform
Die Mehrwertsteuer wurde vor 15 Jahren an der Urne angenommen. Seither wurde sie zwei mal erhöht; verschiedene Sondersätze und Ausnahmeregelungen wurden eingeführt.
Artikel bewerten
Artikel teilen
Die wichtigsten Etappen:
28. Nov. 1993: Die Mehrwertsteuer (MWST) wird im vierten Anlauf an der Urne mit 66,7 Prozent Ja angenommen. Die «europakompatible» Steuer löst die 1940 eingeführte Warenumsatzsteuer (WUST) ab.
Anfang 1995: Die MWST tritt in Kraft. Der Steuersatz liegt bei 6,5 Prozent, der reduzierte Satz für Güter des täglichen Bedarfs bei 2 Prozent.
Märzsession 1996: Das Eidg. Parlament billigt der Hotellerie einen MWST-Sondersatz von 3 Prozent zu. Er gilt ab Oktober 1996.
März 1998: Die Eidg. Räte genehmigen erstmals ein zusätzliches MWST-«Demographieprozent» zu Gunsten der AHV/IV. Der Normal-Steuersatz steigt 1998 auf 7,5 Prozent, der reduzierte Satz auf 2,3 und der Hotellerie-Satz auf 3,5 Prozent.
29. Nov. 1998: Volk und Stände billigen an der Urne die Vorlage zur Finanzierung des öffentlichen Verkehrs (Finöv), die einen MWSt-Zuschlag von 0,1 Prozent zur Finanzierung der Bahn-Grossprojekte vorsieht. Seither liegt der MWSt-Normalsatz bei 7,6 Prozent, der Hotellerie-Satz bei 3,6 und der reduzierte bei 2,4 Prozent.
16. Mai 2004: Eine weitere MWSt-Erhöhung um 0,8 Prozentpunkte zu Gunsten der Sozialwerke wird an der Urne mit 68,6 Prozent NeinStimmen abgelehnt.
21. Jan. 2005: Bundesrat Hans-Rudolf Merz stellt seine Pläne zur Reform des Steuersystems vor. Eine Option ist die Mehrwertsteuer mit Einheitssatz.
29. Okt. 2006: Merz schlägt für die Totalrevision der Mehrwertsteuer einen Einheitssatz von 6 Prozent und die Abschaffung vieler Ausnahmeregelungen vor.
15. Feb. 2007: Der Bundesrat schickt die Vorschläge zur Vereinfachung der MWST in die Vernehmlassung. Verschiedene Varianten sehen MWST-Sätze zwischen 6 und 7,6 Prozent vor. Die Vereinfachung ist unbestritten, die Vorschläge werden aber sehr kontrovers beurteilt.
17. Jan. 2008: Der Bundesrat stellt seine Botschaft zur MWST-Reform vor - mit einem Einheitssatz von 6,1 Prozent. Möglichst viele Ausnahmen sollen abgeschafft werden.
Ein Einheitssatz von 6,1 Prozent wäre im europäischen Vergleich noch recht tief. Bei den EU-Ländern liegt er zwischen 15 und 25 Przent. Deutschland erhebt 19 Prozent, Frankreich 19,6 Prozent, Italien und Österreich 20 Prozent, Dänemark 25 Prozent. Die Länder kennen aber zahlreiche Ausnahmen - bis hin zur Steuerbefreiung bestimmter Güter und Dienstleistungen.
(sda/stom)
Meldungen im Tagesverlauf
- «Massaker» in Syrien: UNO-Beobachter untätig?
- New Jersey Devils stehen im Stanley-Cup-Final
- (All-) tagstauglich: ISS fängt privaten Raumfrachter
- Kahlschlag im Urwaldschutz: Brasiliens Präsidentin greift ein
- Zweitwohnungs-Arbeitsgruppe in der Kritik
- Barcelona gewinnt Copa del Rey
- Blerim Dzemaili fällt für die Testspiele aus
- «Arena»: «Selbst Initianten wissen nicht, was alles Staatsverträge sind»
- DFB-Bundesgericht weist Hertha-Einspruch ab
- Bankia und Katalonien am Bettelstab
- Russland mit Remis gegen Uruguay
- VatiLeaks: Kammerdiener des Papstes in Haft, Vatikanbankchef geht
- Grenchner Schenkkreismord: Lebenslänglich für alle Angeklagten
- Berlusconi fordert Direktwahl des Präsidenten
- Deutscher Bundesrat berät über Steuerabkommen am 15. Juni
- Widmer-Schlumpf verteidigt in Wien Steuerabkommen


«Arena»: «Selbst Initianten wissen nicht, was alles Staatsverträge sind»
Kahlschlag im Urwaldschutz: Brasiliens Präsidentin greift ein
Zweitwohnungs-Arbeitsgruppe in der Kritik
Schweizer sind am liebsten allein
(All-) tagstauglich: ISS fängt privaten Raumfrachter
«Massaker» in Syrien: UNO-Beobachter untätig?
EU-Sondergipfel im Zeichen des Wachstums
«Obszöne» Lady Gaga spaltet Indonesien
Gripen: Saab-Chef beklagt Lauschangriff
Womit uns Mutter Natur letztes Jahr überrascht hat
Atomausstieg – Bund plant 800 grosse Windkraftanlagen
Dragovic entschuldigt sich bei Maurer – diesmal richtig
10 Jahre Personenfreizügigkeit: Kein übermässiger Lohndruck
Deutscher Bundesrat berät über Steuerabkommen am 15. Juni


















