Schweiz
Schweizer Atomanlagen in gutem Zustand
Endgültiger Bericht der nuklearen Sicherheit erst im Mai
Die Kernanlagen in der Schweiz waren 2007 in gutem Zustand und wurden gemäss den Vorgaben betrieben. Zu diesem Schluss kommt die Hauptabteilung für die Sicherheit der Kernanlagen (HSK) in ihrem Jahresrückblick.
Artikel bewerten
Artikel teilen
Der Strahlenschutz sei jederzeit gewährleistet gewesen, teilte die HSK mit. Im Laufe des vergangenen Jahres hatte die Aufsichtsbehörde in den fünf Kernanlagen 13 Vorfälle festgestellt: Insgesamt acht in den beiden Blöcken des AKW Beznau, drei im AKW Leibstadt und je einen in den AKW Mühleberg und Gösgen.
Zwei dieser Vorkommnisse wurden auf der 7-stufigen internationalen Ereignisskala INES der zweituntersten Stufe 1 zugeordnet, nämlich die Reaktorschnellabschaltung vom 6. März in Leibstadt und die Nichtverfügbarkeit mehrerer Komponenten der Notstromversorgung im August in Beznau. Alle anderen Ereignisse gehörten zur Stufe 0 - nicht sicherheitssignifikant.
Ein gutes Zeugnis stellt die HSK auch dem zentralen Zwischenlager der ZWILAG in Würenlingen (AG) aus. Ende 2007 standen in deren Lagerhalle 28 Transport- und Lagerbehälter mit abgebrannten Brennelementen oder verglasten hochaktiven Abfällen.
Die Abgaben von radioaktiven Stoffen an die Umwelt via Abwasser und Abluft aus den Kernkraftwerken, dem Paul Scherrer Institut (PSI) und dem Zentralen Zwischenlager lagen im vergangenen Jahr weit unterhalb der zulässigen Limiten. Sie ergaben selbst in unmittelbarer Nähe der Anlagen eine maximale Dosis von weniger als einem Prozent der natürlichen jährlichen Strahlenexposition.
Diese Jahresbilanz könnte sich allerdings noch verändern: Es handle sich um eine erste und noch nicht endgültige Beurteilung der nuklearen Sicherheit in den schweizerischen Kernanlagen, schreibt die HSK. Zurzeit seien noch einzelne Abklärungen im Gang. Die Resultate sollen in den Aufsichtsbericht 2007 einfliessen, der im Mai veröffentlicht wird.
Auf Anfang 2009 wird die HSK in das Eidgenössische Nuklear-Sicherheits-Inspektorat (ENSI) umgewandelt. Dieses ist nicht Teil des Bundesamts für Energie, womit den schweizerischen und internationalen Vorgaben in Bezug auf die Unabhängigkeit von Aufsichtsbehörden Genüge getan wird. Die Aufgaben der neuen Behörde bleiben die gleichen.
(sda/hesa)
Meldungen im Tagesverlauf
- New Jersey Devils stehen im Stanley-Cup-Final
- (All-) tagstauglich: ISS fängt privaten Raumfrachter
- «Massaker» in Syrien: UNO-Beobachter untätig?
- Kahlschlag im Urwaldschutz: Brasiliens Präsidentin greift ein
- Zweitwohnungs-Arbeitsgruppe in der Kritik
- Barcelona gewinnt Copa del Rey
- Blerim Dzemaili fällt für die Testspiele aus
- «Arena»: «Selbst Initianten wissen nicht, was alles Staatsverträge sind»
- DFB-Bundesgericht weist Hertha-Einspruch ab
- Bankia und Katalonien am Bettelstab
- Russland mit Remis gegen Uruguay
- VatiLeaks: Kammerdiener des Papstes in Haft, Vatikanbankchef geht
- Grenchner Schenkkreismord: Lebenslänglich für alle Angeklagten
- Berlusconi fordert Direktwahl des Präsidenten
- Deutscher Bundesrat berät über Steuerabkommen am 15. Juni
- Widmer-Schlumpf verteidigt in Wien Steuerabkommen


«Arena»: «Selbst Initianten wissen nicht, was alles Staatsverträge sind»
Kahlschlag im Urwaldschutz: Brasiliens Präsidentin greift ein
Zweitwohnungs-Arbeitsgruppe in der Kritik
Schweizer sind am liebsten allein
(All-) tagstauglich: ISS fängt privaten Raumfrachter
«Massaker» in Syrien: UNO-Beobachter untätig?
EU-Sondergipfel im Zeichen des Wachstums
«Obszöne» Lady Gaga spaltet Indonesien
Gripen: Saab-Chef beklagt Lauschangriff
Womit uns Mutter Natur letztes Jahr überrascht hat
Atomausstieg – Bund plant 800 grosse Windkraftanlagen
Deutscher Bundesrat berät über Steuerabkommen am 15. Juni
Dragovic entschuldigt sich bei Maurer – diesmal richtig
10 Jahre Personenfreizügigkeit: Kein übermässiger Lohndruck


















