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Schweizer Atomanlagen in gutem Zustand

Dienstag, 15. Januar 2008, 13:26 Uhr, Aktualisiert 13:52 Uhr

Endgültiger Bericht der nuklearen Sicherheit erst im Mai

Die Kernanlagen in der Schweiz waren 2007 in gutem Zustand und wurden gemäss den Vorgaben betrieben. Zu diesem Schluss kommt die Hauptabteilung für die Sicherheit der Kernanlagen (HSK) in ihrem Jahresrückblick.

Eine Dampffahne strömt aus einem Kühlturm. Davor ein Baum und Häuser.
Laut dem Bericht ist auch in der Nähe von AKW die Strahlenexposition gering. (keystone)

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Der Strahlenschutz sei jederzeit gewährleistet gewesen, teilte die HSK mit. Im Laufe des vergangenen Jahres hatte die Aufsichtsbehörde in den fünf Kernanlagen 13 Vorfälle festgestellt: Insgesamt acht in den beiden Blöcken des AKW Beznau, drei im AKW Leibstadt und je einen in den AKW Mühleberg und Gösgen.

Zwei dieser Vorkommnisse wurden auf der 7-stufigen internationalen Ereignisskala INES der zweituntersten Stufe 1 zugeordnet, nämlich die Reaktorschnellabschaltung vom 6. März in Leibstadt und die Nichtverfügbarkeit mehrerer Komponenten der Notstromversorgung im August in Beznau. Alle anderen Ereignisse gehörten zur Stufe 0 - nicht sicherheitssignifikant.

Ein gutes Zeugnis stellt die HSK auch dem zentralen Zwischenlager der ZWILAG in Würenlingen (AG) aus. Ende 2007 standen in deren Lagerhalle 28 Transport- und Lagerbehälter mit abgebrannten Brennelementen oder verglasten hochaktiven Abfällen.

Die Abgaben von radioaktiven Stoffen an die Umwelt via Abwasser und Abluft aus den Kernkraftwerken, dem Paul Scherrer Institut (PSI) und dem Zentralen Zwischenlager lagen im vergangenen Jahr weit unterhalb der zulässigen Limiten. Sie ergaben selbst in unmittelbarer Nähe der Anlagen eine maximale Dosis von weniger als einem Prozent der natürlichen jährlichen Strahlenexposition.

Diese Jahresbilanz könnte sich allerdings noch verändern: Es handle sich um eine erste und noch nicht endgültige Beurteilung der nuklearen Sicherheit in den schweizerischen Kernanlagen, schreibt die HSK. Zurzeit seien noch einzelne Abklärungen im Gang. Die Resultate sollen in den Aufsichtsbericht 2007 einfliessen, der im Mai veröffentlicht wird.

Auf Anfang 2009 wird die HSK in das Eidgenössische Nuklear-Sicherheits-Inspektorat (ENSI) umgewandelt. Dieses ist nicht Teil des Bundesamts für Energie, womit den schweizerischen und internationalen Vorgaben in Bezug auf die Unabhängigkeit von Aufsichtsbehörden Genüge getan wird. Die Aufgaben der neuen Behörde bleiben die gleichen.

(sda/hesa)