Inhalt

International

Mohammed als «Kinderschänder» bezeichnet

Montag, 14. Januar 2008, 13:18 Uhr, Aktualisiert 14:02 Uhr

FPÖ-Politikerin sorgt für Aufregung in Österreich

Susanne Winter, die Spitzenkandidatin der rechtspopulistischen FPÖ für die Gemeindewahl in Graz, hat mit einer Schimpftirade gegen den Islam in Österreich für Aufregung gesorgt.

Portrait Susanne Winter
Schockiert mit Schimpftirade gegen den Islam: Susanne Winter. (pd)

Mehr zum Thema

Artikel bewerten

  • Durchschnittliche Bewertung: 0
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5

Artikel teilen

«Im heutigen System» wäre Mohammed «ein Kinderschänder», sagte Winter am Sonntag am FPÖ-Neujahrstreffen mit Blick auf die Ehe des Propheten mit einem sechsjährigen Mädchen. Zudem bezeichnete sie Mohammed als Feldherren, der den Koran in «epileptischen Anfällen» geschrieben habe.

Am Montag legte Winter dann in einem Interview mit der Tageszeitung «Österreich» nach und erklärte, dass Kindesmissbrauch bei muslimischen Männern «weit verbreitet» sei. Zugleich warnte die Politikerin vor einem «muslimischen Einwanderungs-Tsunami» in Graz. In 20 oder 30 Jahren werde die Hälfte von Österreichs Bevölkerung muslimisch sein.

Anti-Rassismus-Bewegungen sowie andere österreichische Parteien reagierten schockiert auf die Äusserungen Winters. Der Verein ZARA für Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit denkt nach eigenen Angaben über eine Klage gegen die Politikerin wegen Anstiftung zum Rassenhass und der Entwürdigung einer Religion nach.

Ein Vertreter der regierenden sozialdemokratischen SPÖ erklärte, die Aussagen würden «einem den Magen umdrehen».

(sda/sper)