Schweiz
«Die Waffe muss nicht zu Hause stehen»
Armee-Chef Roland Nef zur Waffendebatte
Für den neuen Armeechef Roland Nef muss die Armeewaffe nicht unbedingt zu Hause stehen. Für neue Lösungen sei er offen.
Dies sagte er in einem Interview mit dem «SonntagsBlick». Wichtig ist für den Armeechef, dass die Waffe für den Armeeangehörigen schnell verfügbar ist - für das Obligatorische und für den WK.
Auf welche Art und Weise dies geschieht, ist ihm weniger wichtig. Letztlich müsse die Politik den Entscheid treffen. Für die Armee gebe es wichtigere Fragen.
Derzeit kläre eine Arbeitsgruppe mögliche Alternativen zu einer Aufbewahrung zu Hause ab. Ein rascher Entscheid stellt Nef nicht in Aussicht. Alle Möglichkeiten sollen geprüft werden. Dies brauche etwas Zeit. Er selber sei schockiert über jeden einzelnen Tötungsfall mit einer Armeewaffe.
Für die Zukunft machen dem Militärchef weniger unmotivierte Jugendliche Sorgen, sondern die demographische Entwicklung in der Schweiz. Weniger Junge bedeuteten gleichzeitig auch weniger Rekruten.
Dagegen teilt Nef nicht die Ansicht, dass die Jungen kein Interesse mehr an der Armee hätten. Er nehme die heutigen Rekruten als motiviert wahr.
(sda/widb)







