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Mitgliederschwund bei Landeskirchen

Mittwoch, 9. Januar 2008, 7:49 Uhr, Aktualisiert 10:29 Uhr

Bericht des Pastoralsoziologischen Instituts

Immer weniger Menschen in der Schweiz sind Mitglied einer Landeskirche. Gründe sind der demografische Wandel und Kirchenaustritte. Allerdings ist der Mitgliederrückgang nicht dramatisch. Der Priestermangel dagegen verschärft sich weiter.

Ein Blick in eine Kirche, zum Altar hin.
Kirchenaustritte und demografischer Wandel lassen die Mitgliederzahl der Landeskirchen schrumpfen. (reuters)

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Das ist das Fazit des Berichts «Katholische Kirche in der Schweiz: Zahlen - Fakten - Entwicklungen; 1996 - 2005». Die Analyse wurde vom Schweizerischen Pastoralsoziologischen Institut (SPI) mit Sitz in St. Gallen verfasst. Er analysiert die Situation der beiden grossen Landeskirchen.

Die evangelische-reformierte Landeskirche spürt laut Bericht den Rückgang an Mitgliedern stärker als die römisch-katholische. Bei letzterer wird der Rückgang durch die Zuwanderung von Menschen aus katholischen Ländern gebremst.

Tendenziell treten in den Städten mehr Menschen aus den Kirchen aus als auf dem Land. Überdurchschnittlich hoch sind die Austritte im Kanton Basel-Stadt: Dort sank die Mitgliederzahl von 1970 bis 2000 um über 50 Prozent - bei den Katholiken und den Reformierten.

Bemerkenswert ist auch, dass mit Ausnahme von Bern in sämtlichen grossen Reformationsstädten wie etwa Zürich und Genf heute mehr Katholiken leben als Reformierte. Der Anteil der Konfessionslosen beträgt in der Schweiz heute 11 Prozent - Tendenz steigend, auch hier besonders in Städten und Agglomerationen.

Die personelle Situation der katholischen Kirche in der Schweiz hat sich in den vergangenen Jahren markant verändert: Die Zahl der Diözesanpriester ist in den vergangenen 15 Jahren um nahezu ein Viertel auf 1587 (Stand 2005) zurückgegangen. Besonders stark fiel der Rückgang in den Bistümern St. Gallen, Sitten und Basel aus.

Von einem Personalmangel kann aber laut dem SPI-Bericht nicht die Rede sein. Anstelle der geweihten Priester wird der Dienst an der Kirche heute vielerorts von Diakonen und Pastoralassistenten bestellt. Dieser Trend wird sich noch fortsetzen.

Denn nicht nur die Zahl der Priester ist zurückgegangen, sondern auch die Zahl der Priesteramtskandidaten. Waren 1991 noch 158 Männer auf dem Weg zur Priesterweihe, waren es 2005 gerade noch 64. Die Zahlen aus dem Bistum Lugano sind dabei nicht berücksichtigt.

In naher Zukunft wird es schwieriger, die dem Priester vorbehaltenen Sakramente (Eucharistie, Krankensalbung und Beichte) zu gewährleisten.

(sda/bosy)

Kommentare aktiv...

naja

Verfasst am: 10.1.2008 14:39

achtung bitte!

der/die letzte, der/die die kirche verlässt,... mehr

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Raphi

Verfasst am: 10.1.2008 13:24

Selber keine Ahnung

Das Konzil von Nicäa diente vor allem dazu, die... mehr

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Domenico

Verfasst am: 10.1.2008 11:15

Kirchenaustritte oft finanziell begründet

Die vielen Kirchenaustritte sind doch auch... mehr

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