Kultur
Internationales «Adieu» für Zirkusmann Gasser
Abschied in der Conelli-Manege
Rund 850 Personen haben im Zelt des Circus Conelli von Zirkuslegende Conny Gasser Abschied genommen. Den Trauergottesdienst auf dem Zürcher Bauschänzli hielt Schaustellerpfarrerin Katharina Hoby.
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Rund 850 Personen aus Europa, Amerika und Australien haben den Weg auf das Bauschänzli gefunden, darunter Familienmitglieder, Zirkusartisten und Schausteller. Sie verabschiedeten sich von Conny Gasser, Mitbegründer des Zürcher Weihnachtszirkusses Conelli und Gründer des Freizeitparks Connyland. Viele respektierten den Wunsch Gassers und haben auf Trauerkleider verzichtet.
«Auch wenn wir bunt gekleidet sind, so sind wir doch unendlich traurig», sagte Pfarrerin Katharina Hoby am Trauergottesdienst in der Zirkusmanege. Noch am 1. Advent hätten sie hier alle zusammen Gottesdienst gefeiert und beschlossen, das im nächsten Jahr erneut zu tun. Nun werde vieles anders.
«Conny hatte ein grosses Herz, seine Wärme steckte an», sagte Hoby in ihrer Würdigung. Ein Freund habe ihr gesagt, Conny Gasser sei die Mutter Teresa der Zirkusleute gewesen. Zwischen Familienmitgliedern, Mitarbeitern und Geschäftspartnern habe er nie einen Unterschied gemacht und sich damit viel Respekt geschaffen.
Sichtlich bewegt wandte sich Sohn Roby Gasser an die Trauergemeinde. Auch Herbi Lips, Mitbegründer des Circus Conelli, rang nach Worten. Er erinnerte daran, dass Conny für seine Freunde- «und er hatte viele Freunde» - stets ein offenes Ohr hatte.
Conny sei ein Multitalent gewesen, sagte Lips dann. Nebst artistischem habe er auch unternehmerisches Können bewiesen. Dabei sei er stets Perfektionist geblieben, die Qualität sei immer zuoberst gestanden. «Und der Erfolg gab ihm recht», betonte Lips.
In der Abschiedszeremonie gaben die für einmal ernsthaft auftretenden Clowns Gaston und Roli mit singender Säge und Saxophon ein Ständchen. Und Sänger Pino Gasparini sang, in Anspielung auf die zupackende Persönlichkeit Gassers und in Abwandlung eines Klassikers von Frank Sinatra, «He did it his way».
Conny Gasser war am 18. Dezember nach einer schweren Infektion im Alter von 69 Jahren in Zürich völlig unerwartet gestorben.
(sda/bosy)
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