Inhalt

Armeespitze wegen Jungfrau-Drama verklagt

Freitag, 21. Dezember 2007, 11:51 Uhr, Aktualisiert 21:23 Uhr

Vater eines Opfers reicht Anzeige ein

Der Vater eines beim Lawinenunglück im Jungfrau-Gebiet ums Leben gekommenen Rekruten reicht Strafanzeige gegen die Armee ein. Die beschuldigten Bergführer seien nicht die einzigen Verantwortlichen für das Unglück, welches sechs Personen das Leben kostete.

Fellay mit skeptischem Blick und Hand am Ohr an Mk vom 5. Okt. 07.
Auch der abtretende Chef Heer Luc Fellay, hier im Oktober bei der Medienkonferenz zum Unglück, soll zur Verantwortung gezogen werden. (reuters)

Am 12. Juli waren fünf Rekruten und ein Unteroffizier in eine tödliche Lawine geraten. Darauf eröffnete das Militärgericht im Oktober eine Untersuchung gegen die zwei Bergführer. Ihnen wird fahrlässige Tötung in mehreren Fällen vorgeworfen.

Für den Vater eines Opfers muss auch die Armee zu ihrer Verantwortung stehen. Er habe darum am Mittwoch eine Strafanklage gegen die Armee eingereicht, bestätigte sein Anwalt einen Bericht der Zeitung «Le Matin». Die Klage richtet sich gegen Armeechef Christophe Keckeis, den Chef Heer Luc Fellay und den Schulkommandanten von Andermatt (UR), Franz Nager.

Die Klage werfe verschieden Fragen auf, präzisiert der Anwalt. Insbesondere scheine es, dass die Schule Druck gemacht habe, dass die Tour durchgeführt wird - unabhängig der meteorologischen Verhältnisse.

(sda)

Kommentare aktiv...

Domenico

Verfasst am: 24.12.2007 1:44

AW: Es reicht einfach einmal

Die Toten macht es nicht lebendig, aber es kann... mehr

Zustimmen
Ablehnen

Heiklen Inhalt melden antworten

Leno

Verfasst am: 22.12.2007 12:12

Typisch Armee

Zuerst hat man den verunglückten Soldaten die... mehr

Zustimmen
Ablehnen

Heiklen Inhalt melden antworten

Tops

Verfasst am: 22.12.2007 11:51

Habe selbst erlebt wie es in Andermatt läuft

Ich habe meine RS auch in Andermatt als gebSpez... mehr

Zustimmen
Ablehnen

Heiklen Inhalt melden antworten

Dieser Artikel wurde archiviert. Die Kommentarmöglichkeit wurde deshalb deaktiviert. Vielen Dank für Ihr Interesse.