Schweiz
Krawalle in Bern falsch eingeschätzt
Kritik an Gemeinderat und Stadtpolizei
Der Stadtberner Polizeidirektor Stephan Hügli und die Verantwortlichen der Stadtpolizei haben die Lage vor den Krawallen vom 6. Oktober zu optimistisch eingeschätzt. Zu diesem Schluss kommt ein externer Bericht.
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Der im Auftrag der Stadt erstellte Bericht des St. Galler Polizeiexperten Peter Schorer nimmt aber auch den Gesamtgemeinderat ins Gebet. Dieser habe zu stark auf die Erfahrungen der Polizei vertraut und zu wenig Einfluss genommen.
Schorer empfiehlt der Stadt Bern, die Planungsphasen vor solchen Anlässen aktiver zu begleiten und sich künftig im Vorfeld von Kundgebungen detaillierter zu informieren.
Bewilligungen müssten vermehrt an Bedingungen und Auflagen geknüpft werden. Der Gemeinderat akzeptierte die Kritik, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Schorers Empfehlungen will er im Hinblick auf den Start der Einheitspolizei Anfang 2008 mit dem Kanton diskutieren.
Am Rand einer Kundgebung der SVP Schweiz war es am 6. Oktober in Bern zu Krawallen linksautonomer Gruppen gekommen. Laut Bericht standen 427 Mitarbeitende der Polizei im Einsatz. Trotz Empfehlung des Gemeinderates, hatten die Verantwortlichen darauf verzichtet, weitere Kräfte aus dem Nordwestschweizer Polizeikonkordat beizuziehen.
Bei den übrigen Anzeigen werden den Tatverdächtigen unter anderem Landfriedensbruch, versuchte Körperverletzung, Sachbeschädigung, Nötigung Brandstiftung, Widerhandlungen gegen das Vermummungsverbot, das Waffengesetz oder das Betäubungsmittelgesetz vorgeworfen.
Bisher meldeten sich 23 Kläger - vorab Laden- und Restaurantbesitzer, wie ein Sprecher der Stadtpolizei sagte. Sie machen einen Umsatzverlust von fast 80'000 Franken geltend. Die eingeklagte Schadenssumme liegt bei rund 213'000 Franken. Die Ermittlungen dauern nach wie vor an.
(sda/ap/bers/hesa)
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Bert
Verfasst am: 19.12.2007 20:38
Die Krawalle in Bern
Der St. Galler Polizeiexperte Peter Schorer macht... mehr
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