International
TGV-Unfall auf der Strecke Paris-Genf
Ein Toter und 35 Verletzte
Beim Zusammenstoss eines französischen Hochgeschwindigkeitszuges mit einem Lastwagen ist ein Mensch getötet worden. 35 Menschen erlitten bei dem Unfall auf der Strecke Paris-Genf leichte Verletzungen.
Bei der getöteten Person handelt es sich um den Fahrer des Schwertransporters, der vom TGV-Zug auf einem Bahnübergang in Ostfrankreich gerammt wurde, wie das Département Ain mitteilte. Acht der Verletzten würden im Spital behandelt.
Der Unfall ereignete sich demnach in der Nähe der Stadt Tossiat, rund fünfzig Kilometer von der Schweizer Grenze entfernt. Wieso der Schwerlastwagen auf den Gleisen gestanden hatte, als die Schranken heruntergingen, war zunächst unklar.
Die Ermittler untersuchten, ob die Signalanlage auf der Strecke nicht richtig funktionierte oder ob der überlange Schwertransporter beim Überqueren des Bahnübergangs in Schwierigkeiten geraten war.
Der TGV sei auf dem Teilstück zwischen Paris und Genf etwa hundert Stundenkilometer schnell gefahren, teilten die Behörden weiter mit. Nach Angaben der französischen Bahn (SNCF) bremste der Lokführer vor dem Zusammenstoss noch.
«Es war ein heftiger Stoss», berichtete eine etwa vierzigjährige Frau, die im vorderen Abteil gesessen hatte. «Die Decken stürzten ein.» Ein weiterer Passagier berichtete, der Sitz vor ihm sei aus der Verankerung gerissen worden. «Wir sind nach vorne geworfen worden. Einige Leute waren an der Nase verletzt.»
Rund hundert Polizisten, 80 Feuerwehrleute und drei Notarztmannschaften versorgten die Verletzten am Unfallort und nahmen Ermittlungen auf.
Rund 80 der Passagiere fuhren in Bussen nach Genf, wo sie gegen 13 Uhr ankamen. Die SBB versorgte sie mit Informationen über die Anschlüsse, aber nicht mit psychologischer Betreuung, da die französischen Behörden dafür gesorgt hätten, sagte SBB-Sprecher Jean-Philippe Schmidt.
Am Unglücksort musste der Zugverkehr nach SNCF-Angaben für 48 Stunden unterbrochen werden. Die Züge wurden über Lyon umgeleitet, wodurch sie bei ihrer Ankunft in Genf eine Verspätung von 20 bis 25 Minuten erhielten, wie die SBB präzisierte.
(sda/sper/hues)
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