Schweiz
Mit dem Solartaxi nach Neuseeland
Schweizer Klimaschützer zieht Bali-Fazit
Er war eine echte Attraktion beim UNO-Weltklimagipfel: Solartaxi-Chauffeur Louis Palmer stiess im indonesischen Bali sowohl bei Konferenz-Teilnehmern und Einheimischen aber auch beim Journalisten-Tross auf grosses Interesse. Mittlerweile befindet sich der Schweizer Öko-Tüftler auf der Fahrt Richtung Neuseeland.
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Für Palmer selber hat die Klima-Konferenz mit ihren rund 10'000 Teilnehmern kein eindeutiges Ergebnis gebracht - «wie ein Glas, das halb voll oder halb leer ist», fügt er hinzu.
Sollte der CO2-Ausstoss bis 2050 wirklich halbiert werden, dann wäre «das ja grossartig», fügt Palmer hinzu. Denn die verschiedenen Interessengruppen seien vor dem Gipfel immerhin weit voneinander entfernt gewesen - und «haben sich jetzt gefunden».
Sein persönliches Fazit des globalen Klima-Pow-Wow fällt ungleich positiver aus. Mit seinem sonnigen Taxi hat er auf Bali unter anderem Bianca Jagger, Ex-Frau der Rock-Röhre Mick Jagger und Vorsitzende des Weltzukunftsrats und den frisch gebackenen Friedens-Nobelpreisträger und Weltklimarat-Chef Rajendra Pachauri kutschiert.
In aller Welt wurde sein Gefährt vorgestellt, freut sich Palmer:
- In Russland wurde in den Zeitungen mehr über das Solartaxi berichtet als über den Start der Konferenz,
- in Spanien hätten mehr als 200 Medienstationen über das Solartaxi informiert und
- sogar BBC World habe das umweltfreundliche Auto zwei Mal gezeigt.
- Auch das Schweizer Fernsehen habe in «10vor10» ausführlich über sein Fahrzeug berichtet.
Auch Ex-Rockstar Peter Garrett («Midnight Oil»), der kürzlich zum neuen australischen Umweltminister gekürt wurde, war Solartaxi-Gast ebenso wie Achim Steiner, der das Umweltressort UNEP der Vereinten Nationen leitet.
Beeindruckt haben Palmer die warnenden Worte von Friedens-Nobelpreisträger Pachauri, der zu Beginn der Konferenz eine Reihe unbequemer Wahrheiten ausgesprochen hatte. Etwa dass der Meeresspiegel wegen der Ausdehnung des warmen Wassers zusätzlich um 1,5 Meter ansteigen werde oder 70 Prozent der Tier- und Pflanzenarten durch die Klimaerwärmung vom Aussterben bedroht sind.
Im persönlichen Gespräch habe Pachauri ihn darauf hingewiesen, dass «sehr, sehr viele Menschen sehr, sehr verärgert» wären, wenn die Konferenz scheitere, fügt Palmer hinzu.
Nach dem Abschluss der Konferenz wurde der Solartaxi-Tüftler mitsamt seinem Gefährt auf das Greenpeace-Schiff «Rainbow Warrior» gehievt um eine mehrwöchige Reise Richtung Neuseeland anzutreten. Dort will er seine Demonstrationsreise für umweltfreundliche Mobilität fortsetzen.
(sf/halp)
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