Schweiz
Grosse Party für Widmer-Schlumpf
Chur und Felsberg feiern Bundesrätin
Eveline Widmer-Schlumpf ist in Graubünden mit Begeisterung empfangen worden. Gegen 1000 Personen fanden sich im Bahnhof Chur ein, um die neue Bündner Bundesrätin in ihrer Heimat willkommen zu heissen. Nach dem Empfang reiste Widmer-Schlumpf weiter in ihre Wohn- und Heimatgemeinde Felsberg.
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Widmer-Schlumpf traf gegen 18 Uhr mit dem Zug aus Bern in Chur ein. Als sie das Postautodeck über den Geleisen des Bahnhofs betrat, jubelte und applaudierte die Festgemeinde minutenlang.
Willkommen geheissen wurde die erste Bündner Frau in der Landesregierung vom Churer Stadtpräsidenten Christian Boner. Zu Beginn und am Schluss seiner kurzen Ansprache rief er zweimal in gut churerischem Dialekt aus: «Mir hend e uuh huere Freud!»
Die Wahl der Bundesrätin sei für Graubünden von grösster Bedeutung, sagte Boner. Widmer-Schlumpf stehe für eine offene und sachliche Politik ein. Ihr Arbeit zeige, dass Grabenkämpfe und eine marktschreierische Politik für unser Landes untauglich seien. Diese Aussage quittierte das Publikum mit frenetischem Beifall.
Widmer-Schlumpf sagte, nach ihrer Wahl habe sie sich gesagt, wenn sich schon die seltene Gelegenheit biete, als Bündnerin in der Landesregierung vertreten zu sein, «darf ich jetzt nicht kneifen» - und die Festgemeinde jubelte ihr zu. Sie sei «überwältigt» vom spontanen Empfang, und fühle sich in ihrer neuen Aufgabe von der Bevölkerung getragen.
Nach dem Empfang in Chur reiste Widmer-Schlumpf in ihre Wohn- und Heimatgemeinde Felsberg. Das Bündner Dorf in der Nähe von Chur organisierte ihrer prominenten Einwohnerin kurzfristig ein grosses Fest. «Ich freue mich und mag noch sehr gut. Ich bin daheim, kenne meine Leute und weiss, da gehöre ich hin», sagte Widmer-Schlumpf nach dem anstrengenden Tag in einem Bericht von «Schweiz aktuell» des Schweizer Fernsehens.
Die offiziellen Feiern finden am Donnerstag nächster Woche in Chur und in Felsberg statt. Das Programm dieser Anlässe steht noch nicht fest.
(sda/ap/sidd)
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