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Sechs Bundesräte feierlich vereidigt

Mittwoch, 12. Dezember 2007, 11:21 Uhr, Aktualisiert 13.12.2007, 10:17 Uhr

Couchepin ist Präsident - Siege für Mitte-links

Die Wahlniederlage von Christoph Blocher bei der Wahl der Bundesräte hat zwar die gesamte Vereinigte Bundesversammlung dominiert. Aber auch einige der übrigen Wahlergebnisse liessen aufhorchen. Denn die Voten für die Kandidaten fielen doch sehr unterschiedlich aus.

Die Bundesräte beim Eid.
Die wiedergewählten Bundesräte wurden nach der Wahl der Bundeskanzlerin vereidigt. (sf)

Während die Bundesräte Hans-Rudolf Merz, Pascal Couchepin und Samuel Schmid jeweils über 200 Stimmen erhielten, mussten sich Doris Leuthard (160), Moritz Leuenberger (157) und Micheline Calmy-Rey (153) mit deutlich weniger Voten zufrieden geben.

Widmer-Schlumpf hatte im 2. Wahlgang 125 Stimmen erhalten, während Christoph Blocher nur 115 Stimmen verbuchen konnte.

Caspar Baader kündigte an, dass die SVP nochmals mit Blocher antreten werde, falls Widmer-Schlumpf die Wahl nicht annehme. Derweil bekräftigte SVP-Präsident Ueli Maurer, dass seine Partei in die Opposition gehen werde, falls Blocher nicht mehr dem Bundesrat angehöre. Gewählte SVP-Bundesräte gehörten in diesem Falle nicht mehr zur Fraktion.

Davon liess sich der mit guten 201 Stimmen wiedergewählte Bundesrat Samuel Schmid - wie mehrmals angekündigt - nicht beeindrucken. Er liess sich zusammen mit den anderen fünf wiedergewählten Bundesräten vereidigen.

Pascal Couchepin wurde anschliessend zum Bundespräsidenten für das Jahr 2008 gewählt. Die Vereinigte Bundesversammlung gab dem 65-jährigen Walliser Freisinnigen 197 Stimmen. Er wird Nachfolger von SP-Bundesrätin Micheline Calmy-Rey und übernimmt das hohe Amt zum zweiten Mal.

Die Wahl des Vizepräsidenten des Bundesrates wurde verschoben, bis klar ist ob Widmer-Schlumpf die Wahl annimmt und damit Blocher definitiv nicht mehr Bundesrat ist. Turnusgemäss sollte Blocher zum Vizepräsidenten gewählt werden.

Einen zweiten Erfolg konnte Mitte-links in der Bundeskanzlerwahl verbuchen: Die National- und Ständeräte wählten Corina Casanova zur Nachfolgerin von Annemarie Huber-Hotz. Die von der CVP portierte und von links unterstützte 51-jährige Vizekanzlerin erhielt 124 von 244 gültigen Stimmen.

(agenturen/halp)