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Papst verurteilt Atheismus

Freitag, 30. November 2007, 13:53 Uhr, Aktualisiert 21:13 Uhr

Zweite Enzyklika von Benedikt XVI. veröffentlicht

Papst Benedikt XVI. hat in einer neuen Enzyklika den Atheismus verurteilt und ihn für einige der schlimmsten Verbrechen in der Geschichte verantwortlich gemacht.

Der Papst, der deine Hand hebt.
Papst Benedikt XVI. übt in seiner Enzyklika auch Kritik an der Christenheit. (reuters)

In seiner Schrift mahnte das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche die Christen zugleich, ihre Hoffnung in Gott und nicht in Technik, Reichtum oder politischen Anschauungen zu suchen, die die Menschen oft verblendeten. Die 75 Seiten umfassende Enzyklika trägt den Titel «Spe Salvi» (Gerettet durch Hoffnung).

Der Atheismus sei vor allen im 19. und 20. Jahrhundert als moralischer Protest gegen Ungerechtigkeit gewertet worden, schreibt der Papst weiter. Eine von Ungerechtigkeit, dem Leiden Unschuldiger und der Arroganz der Macht geprägte Gesellschaft könne nicht das Werk eines gütigen Gottes sein, zitiert Benedikt atheistische Autoren.

Dabei habe die Geschichte den Gott leugnenden Marxismus als Irrlehre widerlegt. «Es ist kein Zufall, dass dieses Konzept zur grössten Grausamkeit und Verletzung der Gerechtigkeit geführt hat.» Der Marxismus habe eine «Spur schrecklicher Zerstörungen» hinterlassen, weil er verkannt habe, dass der Mensch nicht ausschliesslich das Produkt wirtschaftlicher Verhältnisse sein könne.

Die Menschen sollten deshalb ihre Hoffnungen auf Gott richten. Die Menschen bräuchten Gott, weil es ohne ihn keine Hoffnung gebe, schrieb der Papst.

Die Christenheit wird von der Kritik nicht ausgenommen: Sie konzentriere sich zu sehr auf die individuelle Erlösung und ignoriere die Botschaft Christi, das wahre christliche Hoffnung eine Erlösung für alle bedeute.

«Wir müssen alles uns Mögliche tun, um das Leid zu überwinden, aber es aus der Welt zu verbannen, liegt nicht in unserer Macht», schreibt Benedikt.

Eine Enzyklika ist ein Rundschreiben des Papstes an die Mitglieder der Kirche. In seiner ersten Enzyklika «Deus Caritas Est» (Gott ist Liebe) hatte sich Benedikt mit der menschlichen Liebe befasst. Allgemein wird angenommen, dass der Papst an einer dritten Enzyklika über soziale Gerechtigkeit arbeitet, die kommendes Jahr erscheinen soll.

(reuters/ap/hesa)

Kommentare aktiv...

Alexandra

Verfasst am: 1.12.2007 12:54

einäugige Sicht

Schreit da die national-sozialistische... mehr

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Hanspeter Menz

Verfasst am: 30.11.2007 21:28

Gelegen oder nicht gelegen

Der Papst ist Oberhaupt der römisch-katholischen... mehr

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Simon Christen

Verfasst am: 30.11.2007 18:44

"das neuste Dokument..."

Wie kannst du das Wort Klartext in diesem... mehr

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