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Erster Rote-Khmer-Führer vor Gericht

Dienstag, 20. November 2007, 7:43 Uhr, Aktualisiert 09:05 Uhr

Angeklagt wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit

Erstmals ist ein führendes Mitglied der Roten Khmer vor einem Völkermordtribunal in Kambodscha erschienen. Sein Prozess soll im nächsten Jahr beginnen.

Kaing Guek Eav vor dem Völkermordtribunal in Kambodscha.
Kaing Guek Eav, genannt «Duch», erscheint zur Voranhörung in Kambodscha. (reuters)

Der Leiter des Folterzentrums S-21, Kaing Guek Eav, genannt «Duch», ist wegen Verbrechens gegen die Menschlichkeit angeklagt. Er erschien zu einer Voranhörung.

Die 58 Jahre alte Sin Khor, deren Mann und zwei Brüder während der Herrschaft der Roten Khmer in den 70er Jahren ums Leben kamen, sprach von einem historischen Augenblick. «30 Jahre sind vergangen. Aber was damals geschehen ist, bleibt für mich lebendig.»

Das im vergangenen Jahr mit der Hilfe der Vereinten Nationen eingesetzte Gericht soll die Verbrechen des Regimes in den Jahren 1975 bis 1979 ahnden. Damals kamen schätzungsweise 1,7 Millionen Menschen ums Leben. Die Schreckensherrschaft der Roten Khmer ging als Epoche der «Killing Fields» in die Geschichte ein. Erst am Montag hatte das Gericht den damaligen Staatschef Khieu Samphan festnehmen lassen.

(ap/widb)