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Mehr Jugendliche haben Lehrstelle

Donnerstag, 15. November 2007, 16:01 Uhr, Aktualisiert 18:15 Uhr

Wirtschaft übernimmt Verantwortung für Berufsbildung

Die Unternehmen haben im Jahr 2007 rund 79'000 Lehrstellen angeboten. Das sind so viele wie seit 2000 nicht mehr. Insgesamt fanden 93 Prozent der stellensuchenden Jugendlichen eine Lehrstelle.

Ein Schreinerlehrling bearbeitet ein Stück Holz.
Der Schweizerische Gewerkschaftsbund ist mit den Zahlen noch nicht zufrieden. (keystone)

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76'000 der Lehrstellen waren per 31. August besetzt. Damit blieben ungefähr 9500 Personen ohne Lehrstelle, wie das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) mitteilte. Im Vorjahr bezeichneten sich zum gleichen Zeitpunkt noch 10'000 Lehrstellensuchende als arbeitslos.

Auf 30 Prozent gestiegen ist allerdings der Anteil der Jugendlichen, die nach eigenen Angaben nur eine Übergangslösung gefunden haben. Im Jahr 2003 waren es nur 21 Prozent. Trotzdem waren 76 Prozent der Jugendlichen sehr zufrieden und 22 Prozent immerhin zufrieden mit ihrer gefundenen Lösung.

Praktisch unverändert bei 17 Prozent blieb der Anteil der Jugendlichen, die sich in der Warteschlaufe befinden.

Die erfreulich hohe Zahl der angebotenen Lehrstellen führt Hugo Barmettler, Verantwortlicher Berufsbildung beim BBT, nicht nur auf die gute Konjunktur zurück. Sie habe zwar für volle Auftragsbücher gesorgt, sei aber nicht die einzige Erklärung.

«Die Wirtschaft ist sich bewusst, dass sie ihre Verantwortung in der Berufsbildung wahrnehmen muss», sagte Barmettler auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Zudem lobt Barmettler die Kantone: Sie hätten grosse Anstrengungen unternommen, damit Lehrstellen geschaffen werden.

Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) ist mit den Zahlen nicht zufrieden. Der seit drei Jahren andauernde konjunkturelle Aufschwung haben den Jugendlichen keine Erleichterung gebracht und wiederholte seine Forderung nach 5000 zusätzlichen Ausbildungsplätzen.

Die Betreuungs- und Stützungsmassnahmen für Jugendliche beim Bund und bei den Kantonen begrüsste der SGB, ebenso die Schaffung von zweijährigen beruflichen Grundausbildungen für sozial Benachteiligte. Diese Massnahmen genügen ihm aber nicht.

(sda/zinv)

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