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Erste Sterbehilfe im Inselspital

Sonntag, 11. November 2007, 14:55 Uhr, Aktualisiert 17:41 Uhr

Krebspatient tötete sich mit Schlafmittel

Im Berner Inselspital hat die Klinikleitung erstmals einem todkranken Patienten erlaubt, sich im Zimmer eine tödliche Dosis Schlafmittel zu verabreichen. Die Person wurde durch eine Sterbehelferin der Organisation Exit begleitet.

Das Hauptportal des Berner Inselspitals.
Bereits im vergangenen April setzte ein Tumor-Patient im Berner Inselspital seinem Leben ein Ende. (insel.ch)

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Die begleitete Sterbehilfe ereignete sich im April, wie Markus Hächler, Sprecher des Inselspitals zu einem Bericht der Zeitung «Sonntag» sagte. Es handle sich um den bisher einzigen Fall, bei dem das Spital Sterbehilfe zugelassen habe.

Der an einem Tumor erkrankte Patient, ein Schweizer aus dem Kanton Bern, habe keine Überlebenschancen gehabt und unter starken Schmerzen gelitten. Der Mann war Mitglied der Sterbehilfe-Organisation Exit. Die tödliche Dosis des Schlafmittels Natrium-Pentobarbital (NAP) nahm er in seinem Spitalzimmer zu sich.

Der Entscheid zur Zulassung der Sterbehilfe fällte laut Hächler ein Gremium bestehend aus dem Direktor der betroffenen Klinik, der Pflegedienstleiterin und deren Pflegeexpertin und dem Vorsitzenden der spitalinternen Ethikkommission.

Aus Sicht des Gremiums sollte ein Patient zwar grundsätzlich für einen Suizid sein Zuhause wählen, im vorliegenden Fall wäre ein Transport aus dem Spital jedoch eine «unzumutbare Tortur gewesen», sagte Hächler.

Bisher gebe es am Inselspital keine internen Richtlinien zur Sterbehilfe, sagte Hächler. Eine interne Arbeitsgruppe sei jedoch damit beschäftigt, solche Richtlinien zu erarbeiten. Bis dahin werde im Einzelfall entschieden.

Die Ethikkommission der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW) hatte im Februar entschieden, dass jedes Spital selber festlegen soll, ob es die Hilfe zur Selbsttötung zulässt.

Die Kommission war dabei gespalten. Es gab Stimmen, die die Suizidbeihilfe in Spitälern ausschliessen wollten. Andere erachteten sie für Ausnahmesituationen als vertretbar.

Das Universitätsspital Lausanne lässt seit 2006 die Beihilfe zum Suizid zu. Seit September 2006 können Ärzte der Sterbehilfeorganisation Exit zudem im Genfer Unispital tätig werden. Nach Angaben der SAMW vom Februar ist Suizidbeihilfe auch in anderen Spitälern ein Thema.

(sda/halp)

Kommentare aktiv...

Rolf Stuber

Verfasst am: 12.11.2007 21:59

Endlich

Voll und ganz der Meinung von Edgar Hürlimann

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Edgar Hürlimann

Verfasst am: 11.11.2007 17:53

Endlich

So muss es sein! Das Thema Sterbehilfe muss in... mehr

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