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Sondermülldeponie wird abgebaut

Montag, 5. November 2007, 10:59 Uhr, Aktualisiert 13:43 Uhr

Gesamtkosten von rund 700 Millionen Fr.

Im aargauischen Kölliken ist mit dem Rückbau der Sondermülldeponie begonnen worden, die als grösste Altlast der Schweiz gilt. Der Rückbau wird voraussichtlich Ende 2012 abgeschlossen sein. Die Gesamtsanierung soll rund 700 Millionen Franken kosten.

Flugaufnahme der Hallen am 27.08.07.
Die für den Rückbau vorgesehene Hallenkonstruktion wurde in Rekordzeit errichtet. (zvg)

Der Aargauer Baudirektor Peter Beyeler leitete mit einer symbolischen Fassbergung den Rückbau des Deponieinhaltes ein. Damit können die rund 375'000 Tonnen eingelagerte Sonderabfälle und die rund 170'000 Tonne Deponieabdeckung, Deponiesohle und Deponiesaum abgetragen und entsorgt werden.

Die für den Rückbau vorgesehene Hallenkonstruktion wurde in Rekordzeit errichtet. Lagerhalle und Manipulationshalle, in denen während dem Rückbau und der Triage des Sondermülls bei Unterdruck gearbeitet wird, konnten Ende Oktober auf ihre Dichtigkeit hin geprüft werden.

Die Voraussetzung für den Rückbaubeginn der ersten Bauphase wurde damit erfüllt und der Zeitplan bisher ohne Verzögerungen eingehalten. Rund dreiviertel Jahre früher als geplant ist auch bereits die Abbauhalle fertig erstellt worden.

Ihre Dichtigkeitsprüfung wird erst nach Abschluss der ersten Rückbauphase und nach Umbau der Manipulationshalle erfolgen. Während des gesamten Rückbaus werden von den rückgebauten Abfällen zur Analyse Proben entnommen und analysiert.

Der eigentliche Rückbau der Sondermülldeponie soll Ende 2012 abgeschlossen werden, die Gesamtsanierung aber erst 2015. Die Gesamtkosten sind auf rund 700 Millionen Franken veranschlagt worden. Die Sondermülldeponie ist 1978 eröffnet worden und gilt als die bedeutendste Altlast der Schweiz.

Grundsätzlich muss der frühere Betreiber der Deponie, das «Konsortium SMDK», die Deponie sanieren. Zu diesem Konsortium gehören die Kantone Aargau und Zürich, die Stadt Zürich und die Basler Chemische Industrie (BCI), wobei die öffentliche Hand 90 Prozent der Kosten tragen soll.

(ap/bosl)