International
Brutale Attacke auf Rumänen in Italien
Bukarest fordert schnelle Klärung des Überfalls
Nach einem Überfall auf Rumänen in Rom befürchtet Bukarest zunehmend ausländerfeindliche Übergriffe in Italien. Der rumänische Aussenminister erklärte in Bukarest, die Öffentlichkeit erwarte von den italienischen Behörden Massnahmen, damit «solche xenophobe Akte» sich nicht wiederholten.
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Am Freitagabend hatten Vermummte auf einem Parkplatz eines Supermarktes am Stadtrand der italienschen Hauptstadt mehrere Rumänen überfallen und mit Knüppeln und Messern verletzt.
Die Behörden in Rom gehen davon aus, dass die Tat ein Vergeltungsschlag für den Überfall eines Rumänen auf eine Italienerin war. Am Dienstagabend wurde die Frau von einem 24-jährigen Rumänen überfallen und vergewaltigt. Sie ist am Donnerstag nach zwei Tagen im Koma an den Folgen der Attacke gestorben.
Derweil haben hunderte Menschen in Rom am Begräbnis der Italienerin teilgenommen. An der Zeremonie beteiligten sich der italienische Innenminister Giuliano Amato und der Bürgermeister von Rom, Walter Veltroni.
Regierungschef Romano Prodi kondolierte in einem Schreiben dem Ehemann des Opfers. «Der Tod Ihrer Frau hat die Seele aller Italiener zutiefst verletzt», schrieb Prodi. Das Begräbnis wurde von mehreren rumänischen Fernsehteams gefilmt.
Die Regierung in Rom hatte nach dem Tod der Italienerin verfügt, dass die Behörden aus Gründen der öffentlichen Sicherheit als gefährlich eingestufte Bürger aus anderen EU-Staaten ausweisen können. Vier Rumänen wurden seither aus Italien ausgewiesen.
(sda/widb)
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