Schweiz
Chantal Galladé zieht sich zurück
Zweikampf um Zürcher Ständeratssitz
Die SP ist aus dem Rennen im Kampf um den 2. Zürcher Ständeratssitz: Die 34-jährige Nationalrätin Chantal Galladé verzichtet, nachdem die grünliberale alt Regierungsrätin Verena Diener ihre Kandidatur bekannt gegeben hat.
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Galladé und ihre Partei gaben den Rückzug an einer Medienkonferenz in Zürich bekannt. Galladé begründete ihren Rückzug mit Dieners Kandidatur.
Galladé sagte vor den Medien, sie habe den Entscheid, sich vom 2. Wahlgang zurückzuziehen, alleine gefällt und diesen am Freitag ihrer Partei mitgeteilt. Die Kantonalpartei nahm enttäuscht davon Kenntnis, respektiere aber Galladés Schritt, wie es vor den Medien hiess.
Nach dem Rückzug ruft die SP ihr Stimmvolk dazu auf, Diener am 25. November die Stimme zu geben, um Ueli Maurer zu verhindern. Der Entscheid Galladés dürfte allseits auf Respekt stossen. Laut einer ersten Reaktion der CVP hat Galladé «moralische Grösse gezeigt». Dies werde den Zürcher Stimmberechtigten noch lange in Erinnerung bleiben.
Die Winterthurerin hatte erst am Mittwoch ihre definitive Kandidatur im 2. Wahlgang angekündigt. Sie war im 1. Wahlgang hinter dem SVP-Kandidaten Ueli Maurer mit 110'000 Stimmen auf dem 3. Platz gelandet.
Die 58-Jährige Vollblutpolitikerin Verena Diener (GLP) liess sich jedoch davon nicht beeindrucken und kündigte am Freitagmorgen nach langem Nachdenken ihre Kandidatur an. Dies obwohl sich dadurch die Stimmen von Mitte-links gegen Herausforderer Ueli Maurer von der SVP zu verzetteln drohen. Gespräche zwischen SP und GLP mit dem Ziel, sich auf eine Kandidatur gegen Maurer zu einigen, waren zuvor gescheitert.
Maurer hatte im 1. Wahlgang vom letzten Sonntag gut 150'000 Stimmen erzielt. Bisher wurde im Kanton Zürich erst FDP-Nationalrat Felix Gutzwiller in den Ständerat gewählt; er hatte das nötige absolute Mehr von knapp 182'000 Stimmen hauchdünn erreicht.
Damit kommt es im Kanton Zürich am 25. November zum Zweikampf zwischen Ueli Maurer, der von der FDP unterstützt wird, und der Mitte-links-Kandidatin Verena Diener, die mit den Stimmen von CVP, EVP und den Grünen rechnen kann.
(sda/meip/kons)
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