Schweiz
Galladé tritt zum zweiten Wahlgang an
Zwei Mitte-links-Kandidaturen in Zürich möglich
Vor dem zweiten Wahlgang um den noch offenen Zürcher Ständeratssitz ist das Mitte-Linke-Lager gespalten. Die SP besteht auf der Kandidatur von Chantal Galladé. Die GLP schliesst eine erneute Kandidatur von Verena Diener nicht aus.
- VIDEO: Seilziehen um Ständeratssitz (10v10)
- VIDEO: Galladé und Diener treten an (TS)
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- 26.10.07: Diener will es nochmals wissen
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Noch am Montagabend betonten SP, Grünliberale (GLP), Grüne, CVP und EVP, nur eine einzige gemeinsame Kandidatur könne SVP-Mann Ueli Maurer im zweiten Wahlgang verhindern. Verhandlungen zwischen SP und GLP darüber, welche der beiden Kandidatinnen aus dem Rennen gezogen werden solle, scheiterten aber.
Heute hat SP-Präsident Martin Naef bekannt gegeben, die Partei ziehe definitiv mit Chantal Galladé in den zweiten Wahlgang. Gleichzeitig informierte die GLP schriftlich, man nehme sich noch bis Ende Woche Zeit für einen Entscheid, ob auch Verena Diener dabei bleibe oder sich zu Gunsten von Galladé zurückziehe.
Naef und Galladé beriefen sich wiederholt auf das Ergebnis Galladés im ersten Wahlgang. Mit gut 110'000 Stimmen lag sie auf Platz drei hinter dem gewählten Felix Gutzwiller (FDP) und Ueli Maurer, der gut 150'000 Stimmen erhielt, das absolute Mehr jedoch verfehlte. Mit 10'000 Stimmen weniger wurde Diener Vierte.
Mit ihrem Resultat im ersten Wahlgang verbiete sich ein Rückzug, sagte Galladé. Sie habe einen Auftrag ihrer Wählerinnen und Wähler zu erfüllen. Die 34-jährige Nationalrätin sieht sich als Vertreterin eines jungen, eher linken Kantons Zürich - eine ideale Ergänzung zum 59-jährigen bürgerlichen Gutzwiller.
Im zweiten Wahlgang am 25. November gilt nur noch das einfache Mehr: Wer am meisten Stimmen erhält, hat gewonnen. Falls Diener an ihrer Kandidatur festhalte, würden die Chancen, gegen Maurer zu gewinnen, selbstverständlich geringer, sagte Naef und appellierte an die GLP, die 58-Jährige aus dem Rennen zu nehmen.
Ko-GLP-Präsident Martin Bäumle hofft umgekehrt noch immer, dass jemand die SP «zur Räson bringt», wie er sagte. Wenn die Linke die Kandidatur von Galladé durchziehen wolle, dann müsse sie auch die Konsequenzen tragen. Laut Bäumle hat nur Diener klare Chancen gegen Maurer.
(sda/ap/widb)
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